Basketball
Bozic Knights: Tylan Pope geht, Johannes Patrick kommt

Bei Zweitligavizemeister Kirchheim dreht sich das Personalkarussell: Während es Publikumsliebling Tylan Pope nach Oldenburg zieht, schließt sich Ludwigsburgs Johannes Patrick den Rittern an.

Johannes Patrick kommt mit der Empfehlung von 200 BBL-Spielen für Ludwigsburg nach Kirchheim. Foto: Justus Stegemann
Johannes Patrick kommt mit der Empfehlung von 200 BBL-Spielen für Ludwigsburg nach Kirchheim. Foto: Justus Stegemann

„Freak-Athlet, endlich mal wieder ein laufendes Highlight“ – der Kommentar auf der Instagramseite der Baskets Oldenburg liest sich wie eine Mischung aus Vorfreude und Verheißung. Kein Wunder, schließlich feiern die Fans des Bundesligisten aus Niedersachsen die Verpflichtung eines Mannes, der bis vor drei Wochen noch ganz Basketball-Kirchheim verzückt hat.

Dass Tylan Pope von der ProA in die BBL wechseln würde, war angesichts der Zahlen, die der 25-jährige Flügelspieler in seiner ersten Profisaison unter der Teck ablieferte, weder Wunder noch Zufall: Für die Ritter erzielte er in der abgelaufenen Saison pro Partie im Schnitt 15,7 Punkte, holte 6,6 Rebounds, traf 39,9 Prozent seiner Dreipunktewürfe und avancierte damit zum besten Spieler der Play-offs, im Basketballsprech „most valuable player“ (MVP). Ganz davon abgesehen war Pope mit seiner verschmitzt-ruhigen Art schnell zum Publikumsliebling geworden. „Für Ty ist das eine krasse Sache“, sagt Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt, der große Stücke auf den US-Amerikaner hält. „Er ist in der Geschichte der Knights sicherlich der Spieler mit dem größten Potenzial.“

Bundesligaerfahrung kommt

Selbiges bringt auch jener Mann mit, den die Ritter als ersten externen Neuzugang präsentieren: Von Bundesligist Ludwigsburg wechselt Johannes Patrick unter die Teck. In über 200 Bundesligaspielen für die Barockstädter zeichnete sich der 1,85 Meter große Sohn des langjährigen Ludwigsburger Trainers John Patrick als knallharter Verteidiger, Scharfschütze und Spieler mit extrem intensiver Spielweise aus. „Johannes ist sehr smart, engagiert und bringt viel Talent mit. Er bleibt ruhig mit dem Ball, trifft gute Entscheidungen, hat einen tollen Wurf und verteidigt außergewöhnlich gut“, lobt Head Coach Igor Perovic den 24-jährigen Guard, der den deutschen und den amerikanischen Pass besitzt.

Die Verantwortlichen unter der Teck hatten den Ludwigsburger schon länger auf dem Zettel. „Wir haben ihn bereits vor zwei Jahren erstmals kontaktiert und seine Entwicklung seitdem verfolgt“, verrät Chris Schmidt, „jetzt ist er bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Umso mehr freuen wir uns, dass er sich für die Knights entschieden hat.“

Patrick selbst, der das Play-off-Heimspiel der Knights gegen Göttingen vor Ort verfolgt hatte, sieht seiner Zeit in Kirchheim optimistisch entgegen: „Ich freue mich sehr auf die Gelegenheit, zukünftig in einer solch familiären Atmosphäre zu spielen, wie ich sie bei meinen Besuchen in Kirchheim erlebt habe.“

Verlassen hat Kirchheim neben Tylan Pope auch Aenas Jung, der sich Ligakonkurrent Wolmirstedt anschließt.

Dennis Schröder dankt Kirchheim: Freundschaftsspiel gegen Braunschweig?

Dennis Schröder ist rund um Basketball-Kirchheim in aller Munde: Der NBA-Star und Hauptgesellschafter der Löwen Braunschweig hat in einem Instagram-Video mehrfach seinen Dank an die Knights gerichtet, die als Finalteilnehmer der Pro-A-Play-offs ohne BBL-Lizenz den Klassenerhalt der sportlich eigentlich abgestiegenen Niedersachsen per Wildcard-Verfahren erst möglich gemacht hatten. „Kirchheim, ihr habt auf jeden Fall einen Wunsch bei mir frei“, verkündet Schröder auf Social Media.
Die Reaktionen in den Kommentarspalten der Löwen-Instagramseite reichen vom Hallenneubau bis zu einem Freundschaftsspiel der Braunschweiger unter der Teck. „Das ist eine Option, aber kurzfristig nicht zu machen. Wir stehen mit den Braunschweigern im Austausch“, verrät Knights-Sportchef Chris Schmidt. pet