Vergangenes Wochenende fuhr Michele Latte mit seiner Familie des nächstens von Italien zurück unter die Teck, am Sonntagnachmittag stand der Urlaubsrückkehrer beim Gastspiel auf dem Unterlenninger Bühl in der Startformation. Nicht nur das. Der neue Spielertrainer des Bezirksliga-Absteigers besorgte per verwandeltem Elfmeter den ersten Catania-Treffer beim 5:0-Triumph gegen die SGM Owen-Unterlenningen. „Eigentlich war gar nicht geplant, dass ich spiele, doch der Kader war recht dünn besetzt“, erklärt Latte, der Anfang August 35 Jahre alt wurde.
Beim ersten Saison-Heimmatch sieht’s beim ACC durch weitere Rückkehrer personell deutlich besser aus. Gianluca D’Onofrio sowie Keeper Kevin Dravetz haben sich derweil in die Ferien verabschiedet. „Die SGEH ist ein Kaliber“, merkt Michele Latte an – was auch am Trainer der Spielgemeinschaft liege. Mario Tumbas mache es „dort oben sehr gut“, habe mit seinem Team als Vizemeister „eine starke Saison abgeliefert“.
Jener angesprochene Sportgemeinschaft-Kommandogeber bleibt vor dem kommenden Duell vorsichtig, sieht grundsätzlich eine „schwierige Aufgabe“ auf sich und seine Mannschaft zukommen. Der 4:3-Einstieg gegen den FC Kirchheim vergangenen Sonntag stellte den Coach im Wesentlichen nur wegen zwei Aspekten zufrieden: den drei Punkten und der Moral nach Rückstand. „Wir benötigen noch Zeit, um uns einzuspielen“, so Tumbas, der urlaubs- und verletzungsbedingt ebenso noch nicht auf den vollen Kader zurückgreifen kann.
Duell der Premiere-Verlierer
Nicht nur die SGOU und der FC Kirchheim gehörten zu den Punktlosen am ersten Spieltag, auch der TV Neidlingen plus die Sportfreunde Dettingen. Am Sonntag duellieren sich beide Teams unter besonderen Verhältnissen. „Unser Spielfeld muss etwas verkleinert werden“, berichtet TVN-Coach Christopher Andrä. Hintergrund: Auf dem Neidlinger Sportplatz wurde eine neue Bewässerungsanlage installiert sowie ein Rollrasen gelegt. Weil der Rasen-Randbereich noch geschont werden muss, wird das Spielfeld kurzerhand um etwas zehn Meter in der Länge sowie rund sechs Meter in der Breite verringert. Andrä: „Zum Heimspiel gegen die SGM Höllbach am 21. September, beim Zwetschgenfest, wollen wir wieder zu den Spielfeld-Originalmaßen zurückkehren.“
Im ersten Match der Runde kassierte der TV Neidlingen beim Aufsteiger FV 09 Nürtingen eine 1:5-Packung. FVN-Spielertrainer Tarik Serour toppte dabei per Treffer aus rund 60 Metern Entfernung sogar noch jenen rekordverdächtigen Schuss, den VfL-Fußballer Meksud Colic am ersten Spieltag im Bezirksligaduell gegen den FV Plochingen aus fast 45 Meter zelebriert hatte (wir berichteten).
Obacht geben auf Geiger
Die Sportfeunde Dettingen patzten gegen den TSV Grafenberg 1:4. „Wir waren 90 Minuten die bessere Mannschaft gegen ein Team, das wohl am Saisonende unter den ersten Fünf in der Tabelle landen wird“, gab TSVG-Sprecher Tobias Gugel kurz nach Spielende sichtlich stolz zu Protokoll. Nun muss bei den SFD in Neidlingen eine Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen her.
Der überzeugende Auftritt der Grafenberger bei den Dettingern blieb natürlich bei den Verantwortlichen der SGM Owen-Unterlenningen nicht unbemerkt. Die Spielgemeinschaft gastiert auf der Buckwiese, wobei wohl ein starkes Kollektiv die Basis für einen möglichen Punkt(e)gewinn ist. Insbesondere Torjäger Frieder Geiger (traf beim Grafenberger Gastspiel in Dettingen zum 1:0) gilt es in den Griff zu bekommen. „Ich positioniere mich bei Offensivaktionen oft intuitiv im Raum“, erklärt der Torjäger des TSVG sein Erfolgsrezept.
FCK kontra Spektakel-Team
Wer am Sonntag an der Jesinger Allee spaziert, kann zwischen zwei Spielfeldern pendeln. Der FC Kirchheim beginn um 15 Uhr auf dem Kunstrasen an der Lindach die Begegnung gegen den TSV Altdorf, 30 Minuten steigt auf dem Wembley-Kunstrasenplatz der AC Catania gegen die SGEH ins Geschehen ein. Für den FCK ist das Match gegen das Spektakel-Team aus Altdorf (5:5 gegen Bempflingen) eines mit vereinshistorischen Ausmaßen, es ist die Heimpremiere für den A2-Neuling.

