Fußball-Kreisliga A 2
Catania jubelt, Dettingen strauchelt – gemischter Saisonstart der Teckteams

Der AC Catania siegt auf dem Bühl während es im Hardtwaldstadion hoch her ging. Der TVN und die SFD kassieren Auftaktpleiten.

Neuner unter sich: SGM-Spielertrainer Kevin Rieke (li.) und Catanias Santiago Potenza lieferten sich auf dem Bühl ein umkämpftes Duell – mit dem besseren Ende für die Catanesi. Foto: Michael Tilp

Roland Kaiser, einer der dienstältesten deutschen Schlagersänger, ist bekannt für eingängige Textzeilen. Eine davon konnten die Sportfreunde aus Dettingen gestern locker unterschreiben: „Ich glaub’ es geht schon wieder los.“ Gemeint ist im vorliegenden Fall aber weniger die im Liedtext erkennbare Lust auf Leben, sondern vielmehr der erneute Saison-Fehlstart der Schloßberg-Kicker.

Gegen den Tabellendritten der Vorsaison, den TSV Grafenberg, kam die Truppe des neuen Trainergespanns Simone Stuppia und Gabriele Rizzo 1:4 (1:3) daheim unter die sprichwörtlichen Räder. Dabei hatte der Teckbotenpokalfinalist spielerisch wie kämpferisch gut mithalten können. Nur im Abschluss wollte sich außer dem vorübergehenden Ausgleich kein Erfolg einstellen. Florian Gräter schoss den Ball aussichtsreich übers Tor (35.) und Gabriel Müller zwang TSV-Keeper Maximilian Schmid zu einer Glanzparade. „Die Grafenberger waren effektiv und verfügen über eine hohe Grundqualität“, resümierte Simone Stuppia und meinte allen voran die erfahrenen und spielstarken Frieder Geiger und Marvin Methner. Vor allem im ersten Spielabschnitt begünstigten zudem individuelle SFD-Fehler die Gegentreffer. Auch nach der Pause waren die Spielanteile ausgeglichen – aber nur der TSV erfolgreich.

Dass Simone Stuppia dennoch ein Lächeln auf den Lippen hatte, lag dann auch weniger am Ergebnis. Vielmehr war die gute Laune der Tatsache geschuldet, dass Trainer-Töchterchen Mia Rosa am Freitag das Licht der Welt erblickt hatte.

Nichts zu holen für den TVN

Beim TV Neidlingen gestaltete sich die Gefühlslage ähnlich wie in der Schlossberggemeinde. Im Wörthstadion des FV 09 Nürtingen gab es beim 1:5 (1:1) nichts zu holen. Extrem urlaubsgeschwächt mussten beim TVN alte Haudegen wie Heiko und Patrick Kölle und Markus Sekan ebenso wieder ran wie hoffnungsvolle Youngsters wie Mike Nannetti, der von den A-Junioren des TSV Jesingen nach Neidlingen gekommen war. Der verletzte sich schon nach knapp 20 Minuten und wurde durch den einstigen Spielertrainer ersetzt. Patrick Kölle war quasi aus dem Familienurlaub direkt den Platz gewechselt, nutzte die Gunst der Stunde und erzielte den vorübergehenden Ausgleich. Danach machte der Nürtinger Spielertrainer Tarik Serour den Unterschied in einer Partie, die die 09er freilich verdient gewannen. „Wir waren heute als Mannschaft zu wenig griffig“, schlussfolgerte TVN-Coach Christoper Andrä, der zudem die angeschlagenen Tim Mohoric und Karl Muthmann auswechseln musste.

Die ACC-Youngster treffen

Mit einem klaren Ergebnis endete auch die Partie der SGM Owen/Unterlenningen gegen den AC Catania Kirchheim. „Trotz 0:5 war es kein Debakel“, bemühte sich SGM-Sportchef Marc Schmohl um verbale Schadensbegrenzung. Tatsächlich waren die Gastgeber vor immerhin rund 200 Zusehern auf dem Unterlenninger Bühl in der ersten Halbzeit ein gleichwertiger Gegner und lagen nur durch einen Foulelfmeter 0:1 zurück. Spielertrainer Kevin Rieke hatte zuvor den Führungstreffer der SGM auf dem Fuß, traf aber nur den Innenpfosten (13.). Nach der Pause nahm das Schicksal der Spielgemeinschaft durch zwei schnelle Gegentore seinen Lauf. Der 21-jährige Jeremy Sunda war in beiden Fällen erfolgreich. Und auch die restlichen Treffer wurden durch einen Youngster erzielt: Santiago Potenza (19) – die Kaderverjüngung zeigt offenbar erste Spuren bei den Rosso-Blu. Die SGM hatte dem nur noch wenig entgegenzusetzen. „Wir hatten zwar einen Matchplan aber am Ende gingen uns die Körner aus“, resümierte Marc Schmohl.

FCK steht tief und verliert knapp

Wesentlich enger ging es im Hardtwaldstadion beim 4:3 (2:1)-Erfolg der SGEH zu. Die sah sich einem tief stehenden und auf Konter lauernden FC Kirchheim gegenüber. Der Aufsteiger war damit zunächst erfolgreich und ging bis zur 52. Minute gleich zweimal in Führung. Doch die Älbler rissen sich am Ende am sprichwörtlichen Riemen und drehten das Spiel noch einmal. „Wir haben Moral gezeigt und sind erfolgreich zurückgekommen“, freute sich der spielende Pressesprecher Jonas Salcher.