Esslingen. Die Partie begann munter, da auf dem schmalen Kunstrasenplatz in Berkheim keine langen Ballstafetten möglich waren. Schon nach zehn Minuten spielten sich Diego und Daniele Attorre per Doppelpass schön frei und Daniele Attorre zimmerte den Ball aus 15 Metern unter die Latte. Nur drei Minuten später glichen die Esslinger aus. Ein scharfer Freistoß aus dem Halbfeld und Berkheims Schöller lenkte den Ball mit dem Kopf an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Beide Mannschaften waren gut im Spiel und spielten mit offenem Visier. In der 22. Minute fand ein vielversprechender Weitschuss von Diego Attorre nicht den Weg ins Tor. Auch auf der anderen Seite gelang es fünf Minuten später nicht den Ball aus fünf Metern im leeren Tor unterzubringen.
Der nächste Jubel in der 30. Minute: Wieder nach einer gelungenen Kombination am gegnerischen Strafraum stand plötzlich Wonkaew frei und schob den Ball zur Führung für die Kirchheimer überlegt ins kurze Eck. Nur drei Minuten später eroberte sich Daniele Attorre den Ball und verwandelte aus spitzem Winkel zum 3:1 für die Gäste. In der Halbzeitpause kamen in der Kirchheimer Kabine Erinnerungen an die Spiele gegen Nürtingen und Wendlingen auf, als man komfortable Führungen noch verspielte.
Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel dachten viele, das war‘s: Daniele Atorre, der von Aslan gekonnt in Szene gesetzt wurde, schob überlegt zum 4:1 ein. Die Gastgeber blieben zwar durch Standardsituationen gefährlich, doch aus dem Spiel kam zu wenig. In der 62. Minute bekam Margheriti den Ball an der Mittellinie, ließ sechs Gegenspieler stehen und machte das 5:1. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte die Überschrift zu diesem Spiel auch heißen können: „Catania schießt sich den Frust von der Seele“.
Was dann kam, ist unglaublich. 20 Minuten vor dem Ende gelang Berkheim durch ein Zufallsprodukt der 2:5-Anschlusstreffer. Torhüter Michel verletzte sich dabei am Finger und der eingewechselte Lawall trat einen düsteren Arbeitstag an. Nur zwei Minuten darauf fiel auch schon das 3:5. Ein Ball, der schon geklärt schien, sprang Berkheims Leibrand ans Schienbein und von dort ins Tor. Plötzlich ging die Angst um. Ein unnötiges Foul im Strafraum und der Elfmeter brachte das 5:4 in der 73. Minute. Ein schöner Freistoß aus 25 Metern über die Mauer sorgte anschließend für den Ausgleich. Vier Treffer innerhalb von zehn Minuten, doch dies war noch nicht alles.
Das dicke Ende kam in der 92. Minute. Eine Flanke von rechts, eine Kopfball -Verlängerung und Schneider stand plötzlich fünf Meter vor Lawall frei und brachte den Ball über die Linie. Dass das entscheidende Tor aus einer Abseitsposition fiel, war besonders bitter.pl
TSV Berkheim: Kilinger - Riemer (45. Ruoff), Fuchs (45. Coesener), Riemer , Schwarz - Franken, Schneider, Leibrand, Schneider (45. Höfer) - Baumer, Schöller.
AC Catania Kirchheim: Michel (67. Lawall) - Güllü, Erhardt, Falco, Beller - Wonkaew, Margheriti, Aslan, Incorvaia (75. Latte)- Diego Attorre (80. Pradler), Daniele Attorre.
Tore: 0:1 Attorre (10.), 1:1 Schöller (13.), 1:2 Wonkaew (30.), 1:3 Attorre (33.), 1:4 Attorre (55.), 1:5 Margheriti (62.), 3:5 Franken (67.), 3:5 Leibrand (70.), 4:5 Franken (73.) 5:5 Franken (77.), 6:5 Schneider (92.).
Gelb: Incorvaia - Schöller, Coesener
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Wolfram Bosch
