Kirchheim. Das Derby begann mit gegenseitigem Abtasten. Chancen in der ersten Halbzeit waren Mangelware. Außer einem Flankenversuch von Kai Länge in der 14. Minute, bei dem der Ball auf dem Netz des VfL-Tores landete, und einem abgeblockten Schuss in der 35. Minute von Konstantinos Kostidis gab es wenig Offensivaktionen auf beiden Seiten. Als sich die meisten Zuschauer vor der Pause bereits mit einem torlosen Unentschieden abgefunden hatten, fiel das 1:0 für die Gäste durch einen schön herausgespielten Konter. Florian Neumann bediente durch die VfL-Abwehr hindurch Dominik Wolf, und der verwandelte frei vor Torhüter Cekic cool zur Wendlinger Führung. Der VfL war bis dahin viel zu passiv, die Führung zu diesem Zeitpunkt war deshalb verdient.
Nach dem Pausenpfiff plätscherte das Spiel weiter dahin bis zur 51. Minute, als Xenofon Manafidis durch einen wuchtigen Kopfball ans Außennetz die große Chance zum Ausgleich vergab. Dies schien jedoch gleichzeitig ein Weckruf für die Kirchheimer gewesen zu sein, denn es folgten weitere Chancen, und auch Moral und Kampfgeist bei den Gastgebern stimmten nun. Der Lohn folgte in der 65. Minute, als Josip Colic den Ball im Strafraum zu Philipp Scheiben spielte und dieser unten links zum nun verdienten Ausgleich einschob.
Der VfL machte weiterhin Druck und hatte weitere Torchancen, vor allem durch platzierte Fernschüsse von Manafis Xenofon (84.) und Alfonso Imperiale (86.), bei denen jedoch das letzte Quäntchen Glück fehlte. Davor kam auch der TSV Wendlingen zu einer seiner wenigen Chancen in der zweiten Halbzeit. Einen Seitfallzieher von Tobias Schwegler (77.) parierte VfL-Schlussmann Onur Cekic sicher. Die gute Moral des VfL an diesem Tag hätte sich beinahe ausbezahlt, doch die Chancen wurden nicht konsequent genug genutzt. Die Zuschauer merkten, dass beide Mannschaften auf den Sieg aus waren und die Entscheidung suchten. Die letzte hochkarätige Chance hatten die Gäste aus Wendlingen. Tobias Schweiger hatte bei einem Flachschluss den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch am überragenden Mann an diesem Tag im VfL-Gehäuse: Mit einer Fußabwehr rettete Onur Cekic das letztlich gerechte Unentschieden, das allerdings beide Teams momentan nicht entscheidend weiterbringt. Positiv aus Kirchheimer Sicht: Die Handschrift von Neu-Trainers Jens Roth ist sichtbar, und auch die Moral in der Mannschaft scheint intakt zu sein.ac
VfL Kirchheim: Cekic - Köber, Soner (57. Min. Sagir), Monafis, Imperiale - Uhlig, Kostidis, SCheiben, Cistermino, Sahin - Colic.
TSV Wendlingen: Zimmermann - Maier P., Schroeder, Wagner (70. Min. Strähle), Beck (60.Min. Fritsch/79.Schubert) - Maier J., Länge, Wolf, Neummann, Schweiger - Amend.Tore: 0:1 Dominik Wolf (45.), 1:1 Philipp Scheiben (66.).
Gelb-Rote Karte: Ayhan Soner (88.)
Schiedsrichter: Maute (SRG Balingen)
Zuschauer: 100
