Köngen. „Wenn man vorne keine Tore schießt, wird man hinten irgendwann bestraft.“ Dieser Fußballer-Weisheit war beim mit Spannung erwarteten Topduell in Köngen aus Kirchheimer Sicht gestern nichts hinzuzufügen. Die Chancenverwertung war grob fahrlässig und resultierte aus Unkonzentriertheit.
Das begann schon in der 6. Minute, als der sonst so sichere Antonio Tunjic eine mustergültige Hereingabe von Emrah Polat aus fünf Metern nicht im Kasten unterbringen konnte. Eine Minute später hatte dann Kai Hutenlocher nach einem Eckball die Chance, die Führung per Kopf zu erzielen, doch der Ball wurde noch vor der Torlinie geklärt. Die kleinen Blauen aus Kirchheim machten weiter Druck und hatten in dieser Phase das Spiel deutlich unter Kontrolle, während die Hausherren kaum aus der eigenen Hälfte kamen. Bis auf die 11. Minute, als sich Pascal Posva die Kugel nach einem Ballverlust des VfL schnappte und aus halblinker Position das Leder unhaltbar aus 25 Metern unter die Latte zum 1:0 knallte.
Köngen kam durch die Führung nun besser in Schwung. Es entwickelte sich ein interessantes Bezirksligaspiel, in dem Ferdi Er in der 23. Minute seiner Mannschaft den Ausgleich bescherte. Einen von der linken Strafraumseite getretenen Freistoß Marcel Hofbauers verwandelte Er per Kopf zum 1:1. Wie erwartet, kamen die Gäste immer wieder durch Standardsituationen gefährlich vor das VfL-Gehäuse. So auch in der 37. Minute als Frank Jakschitz den Ball auf den langen Pfosten zog und Norman Volber unglücklich klärte, indem er den Ball genau vor die Füße von Kevin Kaiser spielte. Der brauchte die Kugel zur 2:1-Führung nur noch über die Linie zu drücken.
Nach der Halbzeit kam die Mannschaft von Stefan Haussmann weiter zu guten Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Mit dieser unnötigen Niederlage hat der VfL nun vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Dennoch glaubt man an der Jesinger Allee immer noch fest an den Aufstieg. Schließlich sind in der Bezirksliga noch sieben Spiele zu absolvieren.nic
