Kampfsport
Charly Glaser: Stinksauer in den nächsten Kampf

„Es ist eine gute Möglichkeit, das alles abzuschließen“, sagt Charly Glaser. Knapp einen Monat nach ihrer bitteren Niederlage in München und dem Verlust ihres WM-Titels bekommt die Kickboxerin aus dem Neuffener Tal die Chance auf eine schnelle Wiedergutmachung.

Charly Glaser: Aufstehen und wieder angreifen. Archivfoto: Ralf Just

Beim Fight Clubbing im italienischen Pescara trifft die 29 Jahre alte Linsenhöferin am Samstag auf die Italienerin Chiara Penco. Ursprünglich war die Lokalmatadorin Chiara Vincis als Gegnerin vorgesehen. Weil sich Vincis am Knie verletzt hat, besorgten die Organisatoren am Montagabend umgehend Ersatz.

Ein Nachteil für Glaser, die sich innerhalb von wenigen Tagen auf eine neue Kontrahentin einstellen muss? „Normalerweise schon“, sagt die deutsche Herausforderin, „aber dieses Mal nicht. Ich bin nach meiner Niederlage in München immer noch sauer. Es ist mir egal, wer am Samstag meine Wut abbekommen wird“, holt Glaser zur Kampfansage aus. Beim WM-Fight Mitte Oktober haderte die gestürzte Weltmeisterin gewaltig mit der Entscheidung der Punktrichter.

Auch in Italien könnte sie es schwer haben: „Als deutsche Kämpferin bin ich da natürlich wieder der Underdog.“ Was hilft, ist ein K. o. – den nimmt Charly Glaser ins Visier: „Ich bin körperlich topfit und will mir endlich meinen 20. Sieg holen.“ 19 Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen hat die Linsenhöferin bislang in ihrer Kampfstatistik stehen. Um die nächste Wegmarke abzuhaken, muss Glaser in Italien bestehen. Ihr Kampf in der Disziplin K1 gegen die ebenfalls 29 Jahre alte Rivalin Penco, die bislang vor allem im Mixed Martial Arts auf sich aufmerksam machte, geht über fünf Runden à drei Minuten. Gewinnt Glaser, wäre das ihr erster Erfolg auf internationalem Terrain.