Nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Benedetto Savoca (wir berichteten) hat der TSV Schlierbach in der Fußball-Kreisliga B, Staffel 6, nur wenige Wochen später mit Cesare D’Agostino seinen ehemaligen Coach zurückgeholt. „Es war ein Schock für uns. Das war alles nicht so geplant. Wir waren mit der Arbeit von Benedetto absolut zufrieden. Aber er konnte aus privaten Gründen nicht mehr weitermachen.“ Nun ist der Schlierbacher Abteilungsleiter Paolo Pinnisi froh, dass er Cesare überreden konnte, noch einmal das Traineramt in Schlierbach zu übernehmen.
Nachdem Pinnisi von der Entlassung erfahren hat, hat er sofort bei D’Agostino angerufen. Allerdings mit wenig Erfolg, denn der 48-Jährige erklärte ihm, dass er erst einmal eine Pause machen wolle. Drei Tage später versuchte es der Schlierbacher Fußball-Boss noch einmal und sagte: „Cesare, wir brauchen dich.“ Nun ist Pinnisi glücklich, dass die Verpflichtung doch noch geklappt hat. „Ich kann Paolo einfach keinen Wunsch abschlagen“, meinte D’Agostino. Der ehemalige Regionalligaspieler wird unterstützt von den beiden spielenden Co-Trainern Fabio Santini und Sascha Foschi. „Jetzt sind wir sehr gut aufgestellt“, so Pinnisi. Das ist auch wichtig, denn mit nur 13 Punkten steht der TSV Schlierbach, der zu den Aufstiegsmitfavoriten zählt, nur auf dem achten Tabellenplatz. Der Abstand zur Tabellenspitze beträgt schon zwölf Zähler. „Ich will versuchen, in Schlierbach etwas zu bewegen. Erste Priorität hat der Nichtabstieg“, hat der neue Coach ein klares Ziel formuliert. Sein Comeback feiert D’Agostino am Sonntag beim TV Neidlingen II. Eine machbare Aufgabe, denn alles andere als ein Schlierbacher Erfolg wäre beim Tabellenschlusslicht eine große Überraschung.
Bei den Gastgebern sind die Leistungen in den letzten drei Begegnungen stabiler geworden. „Meine Jungs setzen die einfachen Dinge, die ich vorgebe, jetzt besser um“, ist TVN-II-Trainer Thomas Tullner mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden.
Spitzenreiter gegen Oberlenningen
Obwohl der Spitzenreiter TSV Weilheim II weniger Spiele als die Kontrahenten ausgetragen hat, steht die Elf von Trainer Pasquale Spagnuolo mit vier Punkten Vorsprung auf der Poleposition. Nun stellt sich die Frage, wer diese Mannschaft noch stoppen kann. Im nächsten Spiel gegen den TSV Oberlenningen dürften die Kräfteverhältnisse klar verteilt sein. Dies vermutet auch der Oberlenninger Spielertrainer Hamit Geckin. „Wenn wir ehrlich sind, haben wir normalerweise keine Chance“, macht er sich wenig Hoffnung, will aber versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten.
Viel Brisanz steckt in der Begegnung zwischen dem TSV Jesingen II und dem AC Catania Kirchheim II. Beide Mannschaften müssen Punkte holen. Für die zweite Jesinger Mannschaft ist es das letzte Spiel in diesem Kalenderjahr. „Ein Dreier muss her, egal wie“, fordert der Jesinger Trainer Dirk Augustin, der dann mit einer Punkteausbeute von 24 Zählern mit der Vorrunde zufrieden wäre. „Wenn wir uns noch Chancen auf den fünften Tabellenplatz ausrechnen wollen, müssen wir in Jesingen was holen“, hofft der Catania-Trainer Giuseppe Danze auf ein erfolgreiches Abschneiden seiner Mannschaft. Was die Aufgabe nicht einfacher macht, ist die Tatsache, dass die Catania-Spieler keine Rasenspezialisten sind. „Wir fühlen uns auf Kunstrasen wohler“, will der AC-Coach das jedoch nicht als Ausrede gelten lassen.
„Wir wissen nicht, was auf uns zukommt“, ist für den Dettinger Trainer Manuel Staiger die TG Kirchheim schwer auszurechen. Bis zur Winterpause stehen für die zweite Dettinger Mannschaft noch zwei Heimspiele an. „Wenn wir sechs Punkte holen, haben wir eine richtig gute Vorrunde gespielt“, hofft der SFD-Coach auf die volle Punktausbeute. Was bei einem optimalen Verlauf dafür sorgen könnte, dass die Sportfreunde auf dem Aufstiegsrelegationsplatz überwintern. Mit nur sieben Punkten sind die Chancen für die TG Kirchheim, am Ende der Saison unter die ersten sechs zu kommen, um den Abstieg in die Kreisliga C zu verhindern, ziemlich geschrumpft.
SGEH II besser als erwartet
Viel besser sieht es für die SGEH II aus. Auf der Berghalbinsel leistet der Coach Alexander Reuss gute Arbeit und steht mit seinem Team auf dem vierten Tabellenplatz. „Mit solch einem guten Saisonstart hätte ich nicht gerechnet“, zeigt sich der Trainer überrascht. Beim Tabellenvorletzten TSV Linsenhofen II sind drei Punkte fest eingeplant, um sich oben festzusetzen.

