Basketball: Knights im Kellerduell beim NBC mit unverändertem Kader
Danger-Zone Nürnberg

Die großen Brocken sind vorüber, die richtig harten Spiele stehen direkt bevor: Nachdem sich Kirchheims Zweitligabasketballer um die Jahreswende mit der Tabellenspitze messen mussten, steht am kommenden Samstag in Nürnberg ein wahres „Vier-Punktespiel“ an. Der NBC rangiert mit nur einem Sieg mehr direkt vor den Teckstädtern, weshalb ein Sieg einen wichtigen Schritt aus der Gefahrenzone Abstieg bedeuten würde. Spielbeginn in der Sporthalle am Berliner Platz ist um 19.30 Uhr.

Kirchheim. „Danger“ lautet das Motto des Spiels auf dem Ankündigungsplakat des Nürnberger Basketball Clubs – welch treffende Beschreibung für das Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die sich auf dem 13. und 14. Tabellenplatz und damit in der unmittelbaren Gefahrenzone des Abstiegs befinden.

Nicht nur in Kirchheim, sondern auch in Nürnberg blieb man in der Hinrunde hinter den sportlichen Erwartungen zurück und ähnlich wie bei den Knights trennte sich der Verein von einigen Spielern. Jedoch sind die Franken auf der Suche nach Verstärkung bereits fündig geworden: Mit Ahmad Smith und Nikita Khartchenkov kann NBC-Coach Martin Ides nun auf zwei Spieler setzen, die sich für die Kirchheimer gleich als Stolpersteine erweisen könnten. Die Qualitäten eines Ahmad Smith als Spielmacher müssen in Kirchheim nicht ausführlich erläutert werden und Khartchenkov trug mit seinen 33  Punkten im Trikot der UniRiesen Leipzig jüngst wesentlich zur schmerzhaften Heimspielniederlage bei. Wie sich die beiden Neuzugänge in das Team einfinden werden, das von Will Chavis (11,06 Punkte pro Spiel) und Fredrik Jamal Nixon (18,33) angeführt wird, wird sich am Samstag weisen. Für Ahmad Smith, den viele auch gerne wieder im Knights-Trikot gesehen hätten, wird es der erste Einsatz für sein neues Team sein, fiel er doch zum Rückrundenstart vergangene Woche krankheitsbedingt aus.

Kirchheims Trainer Frenkie Ign­jatovic dagegen wird am Samstag auf die bekannten Kräfte setzen. Die Ansätze, die im Spiel gegen Karlsruhe im Frontcourt zu sehen waren, machen Hoffnung auf mehr. Marcus Smallwood, Dominik Schneider und Jonathan Maier scheinen mit der gestiegenen Verantwortung gut zurechtzukommen und überzeugten in der Offensive wie in der Defensive. Auf ihr gestiegenes Selbstvertrauen möchte Ignjatovic aufbauen und hofft zugleich auf eine Initialzündung bei den viel gescholtenen Guards. Vor allem mit Cedric Brooks wurde das Gespräch gesucht. „Wir alle wissen, was Cedric in der Lage ist zu leisten“, betont der sportliche Leiter Karl Lenger. „Wir müssen nur den richtigen Weg finden, auf dem er sein Potenzial abrufen kann.“ Zudem hofft Ignjato­vic am Samstag auf Sebastian Ade­berg zurückgreifen zu können, der sich nach fiebriger Grippe wieder auf dem Wege der Besserung befindet.

Auf die Verpflichtung eines neuen Spielers wurde bislang allerdings verzichtet. Diese soll nur erfolgen, sofern sich Coach und sportliche Leitung auch sicher sind, die Mannschaft damit wirklich zu verstärken. So treten die Kirchheimer am Samstag die vergleichsweise kurze Auswärtsfahrt mit dem festen Vorsatz an, die positiven Ansätze zu vertiefen und endlich das zu zeigen, was in ihnen steckt.bs