Weilheim. Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Matthias Zettler konnte sich keine der beiden Mannschaften darüber beklagen, das Spiel nicht gewonnen zu haben. Zu einfallslos agierten beide Teams in den 90 Spielminuten. Auf beiden Seiten fehlte es an glasklaren Einschussmöglichkeiten. „Nur eine gute Halbzeit reicht nicht, um solch ein Spiel zu gewinnen“, sagte Weilheims Co-Trainer Danell Stumpe. Gemeint war die zweite Halbzeit, in der die Limburgstädter zumindest phasenweise etwas fürs Auge geboten hatten. Unterm Strich war Stumpe allerdings ebenso enttäuscht wie das Gros der Zuschauer. „Das war viel zu wenig, was wir heute geboten haben“.
Der SC Geislingen war zunächst die dominierende Mannschaft, ohne sich gute Möglichkeiten heraus zu spielen. In den ersten 20 Spielminuten gab es nicht eine nennenswerte Torchance auf beiden Seiten, zu sehr waren beide Mannschaften darauf bedacht, mit einer sicheren Abwehr kein Gegentor zuzulassen. Die erste gefährliche Situation entstand nach einer mustergültigen Vorlage von Nicola Orlando auf den mitgelaufenen Pascal Volk. Völlig frei vor dem Weilheimer Gehäuse scheiterte der Geislinger Stürmer aber an Weilheims Keeper Hannes Ihring (26.). „Wir haben es verpasst, in Führung gehen“, ärgerte sich Geislingens Trainer Andreas Strehle später.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Limburgstädter deutlich stärker, aber gegen die vielbeinige Geislinger Abwehr war es nicht einfach, ein Durchkommen zu finden. Dazu fehlte das nötige Glück wie beim Schuss von Marcel Mettang ans Außennetz (57.). Auch der ehemalige Geislinger Michael Schweizer – der sich über 90 Minuten zwar sehr bemühte, aber recht unglücklich agierte – hatte kein Abschlussglück. Zweimal hatte Schweizer die Chance, seine Farben in Führung zu schießen. Der erste Versuch ging knapp am Tor vorbei (59.), beim zweiten wurde auf Abseits entschieden (63.). Die Limburgstädter waren im zweiten Spielabschnitt die eindeutig bessere Mannschaft, doch nach der Roten Karte wegen absichtlichen Handspiels von Geislingens Benjamin Geiger (73.) konnte auch die Überzahl nicht genutzt werden.
Die Elf von Trainer Alexander Hübbe, der nach dem Schlusspfiff sofort den Weg in die Kabine suchte, war in der zweiten Hälfte zwar bemüht, aber ein Sieg wäre über die gesamte Spielzeit gesehen auch nicht verdient gewesen.me
TSV Weilheim: Ihring – Elsässer, Kirschmann, Edelmann, Heisig – Zimmermann, Scaffidi, Mettang, Schweizer – Hummel (46. Uluköyli), Hörsting.
SC Geislingen: Bahadir – Öztunc, Mayer, Geiger, Mühlhäuser – Vetter Leu, Feldmeier (67. Ponik), Volk (90. Petzet), Orlando - Zuljevic (87. Julevic).
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Mettang, Hörsting, Schweizer – Vetter, Orlando.
Rote Karte: Geiger (73./absichtliches Handspiel)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Matthias Zettler (Bodnegg)
