Tübingen. Veronika Proschin zeigte in der Schülerleistungsklasse sehr ausdrucksstarke Übungen und spielte ihre Fertigkeiten in der Handgerätetechnik aus. Mit dem Band verpasste sie nur knapp den Titel. In ihrer Übung nach Musik der russischen Volksweise „Tsigane Rhythm“ leistete sie sich keine Fehler und stand damit am Ende verdient auf dem zweiten Platz. Auch mit dem Seil mischte die Ötlingerin ganz vorne mit. Auf die Musik „Wild Dances“ errang sie mit ihrer Übung die Bronzemedaille. Weniger zufrieden waren Trainer und Athletin über ihre Übung ohne Handgerät. Obwohl mit vielen Schwierigkeiten gespickt, landete sie damit auf Platz fünf.
Ihre Vereinskollegin Viktoria Meier hatte sich in der Schülerwettkampfklasse für die Pokalwettkämpfe qualifiziert. Als jüngste Teilnehmerin bei den Zehn-bis Zwölfjährigen behauptete sie sich gut und verpasste mit ihrer Seilübung auf „Cotton Eye Joe“ nur knapp das Treppchen. Die Reifenübung gelang ihr bis auf kleine Unsicherheiten gut, sodass sie am Ende Platz sechs belegte. Unverständlich dann die Noten der Jury für ihre Übung ohne Handgerät, eigentlich die Paradedisziplin von Viktoria Meier. Obwohl fehlerfrei und ausdrucksstark präsentiert, wurde sie nur als Siebte notiert.
Diana Kwint hatte sich in der Jugendwettkampfklasse (12 bis 15 Jahre) mit Keulen für dieses Finale qualifiziert. Sie bot eine solide Leistung und erreichte mit ihrer Tangopräsentation den neunten Platz. Mit dem Gesamtergebnis konnte der TSV Ötlingen bei diesen Wettkämpfen zufrieden sein. Alle Gymnastinnen zeigten sich sicher und ausdrucksstark und hinterließen einen guten Gesamteindruck. Einziger Wermutstropfen blieb die knapp verpasste Meisterschaft von Veronika Proschin. Immerhin: So nah dran am Titel waren die TSV-Mädchen im Einzel schon lange nicht mehr. Alle Hoffnungen konzentrieren sich nun auf die Regionalmeisterschaften in zwei Wochen in Hauenstein (Pfalz). Dort werden Viktoria Meier und Diana Kwint mit dabei sein. Veronica Proschin wird Ende Mai im Bundesfinale in Hamburg starten.sst
