Weilheim. Das ranghöchste Frauenfußballteam der Teckregion schlägt sich im ersten Landesligajahr wacker: 18 Punkte aus elf Spielen und der damit verbundene sechste Tabellenplatz sind mehr, als viele dem Aufsteiger vor der Saison in der zwölf Teams starken Liga zugetraut hatten. Zumal die Weilheimerinnen kurz vor Saisonbeginn auf Trainersuche gehen mussten, nachdem Roland Lang sein Amt überraschend niedergelegt hatte. Nachfolger Björn Kluger (31), zuvor bei den Bezirksliga-Männern des VfL Kirchheim an der Seitenlinie, hat Hinrunde und Winterpause genutzt, um den Kader auf mittlerweile 21 Spielerinnen zu vergrößern und die Mannschaft taktisch und spielerisch auf Landesliga-Niveau zu bringen.
Mit Erfolg: Bei neun Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz und nur vier Zählern Rückstand auf Rang zwei, der die Relegation zur Verbandsliga bereithält, geht der Blick beim TSVW eher nach oben als unten. „Wir wollen am Saisonende unter die Top Fünf“, sagt C-Lizenz-Inhaber Kluger, „für die Mannschaft käme die Verbandsliga noch zu früh. Aber wenn wir Zweiter werden sollten, nehmen wir die Relegation natürlich gerne mit.“
Voraussetzung dafür ist vor allem eine stabilere Defensive. Mit 23 Gegentoren haben die Weilheimerinnen von den ersten acht Teams die anfälligste Abwehr. „Daran haben wir in der Vorbereitung akribisch gearbeitet“, sagt Kluger, der darum auch besonders stolz auf die Testspiele gegen Regionalligist VfL Sindelfingen II und die beiden Oberligavertreter TV Derendingen und FV Faurndau ist – alle drei Partien gingen jeweils nur mit 0:3 verloren, was Kluger gepaart mit den Siegen gegen die Bezirksligisten Wendlingen/Ötlingen (3:2) und Dettingen/Owen (3:1) von einer gelungenen Vorbereitung sprechen lässt.
Ihr erstes Rückrundenspiel führt die TSVW-Frauen am morgigen Sonntag zur SV Winnenden, wo es ab 11 Uhr nicht zuletzt um Wiedergutmachung geht – gegen die achtplatzierte Sportvereinigung gab‘s im letzten Hinrundenspiel im November eine ernüchternde 0:3-Niederlage, ohne die die Limburgstädterinnen noch bessere Karten im Relegationsrennen hätten.
