Saisonstart im Fußball
Der Kampf um die Kreisliga B beginnt

Die Teckteams in den B-Staffel 6 peilen einen der ersten fünf Plätze an, der für 2026 einen Platz in der eingleisigen Kreisliga B sichert.

Partystimmung bei der SGOH – ob die „Saurier“ auch diese Saison jubeln können? Foto: Michael Treutner

SGOH

Nach dem zweiten Platz in der vergangenen Saison hoffen viele SGOH-Fans, das es ihre Mannschaft jetzt ganz nach oben schafft. Trainer Patrick Müller erwartet eine spannende Saison, in der sein Team sicherlich zu den Aufstiegsfavoriten zählt. Aber Müller drückt auf die Euphoriebremse: „Für mich gibt es mit dem TSV Weilheim II und dem TSV Schlierbach zwei Mannschaften, die stärker einzuschätzen sind als wir.“ Der Kader hat nach den Abgängen von Tim Sigmund, Jannis Fritsch, Manuel Maier und Andres Schlick an Qualität verloren. „Unser Kader ist zwar immer noch groß genug, aber wir sind einen Tick schlechter als in der abgelaufenen Saison“, vermutet der SGOH-Coach. Dennoch will Müller mit seinen Jungs versuchen, die Leistungen der Vorsaison zu bestätigen.

TSV Weilheim II

Die Limburgstädter sind die einzige Mannschaft der Liga, die sich den Aufstieg in die Kreisliga A als Ziel gesetzt haben – ein Unterfangen, das mit dem neuen Trainer Pasquale Spagnuolo durchaus möglich ist, hatte der 33-Jährige doch bereits zuvor beim TSV Ötlingen sehr gute Arbeit geleistet. „Wenn es uns gelingt, dass wir unsere Qualität auf den Platz bringen, kann uns keiner stoppen“, ist der Weilheimer Abteilungsleiter Gianni Mantineo überzeugt. Dennoch ist Vorsicht geboten, dies weiß auch Mantineo: „Das Wichtigste wird sein, dass wir nicht wie in der vergangenen Runde Punkte gegen die vermeintlich schwächeren Teams liegen lassen.“ Vor allem der große Kader macht Hoffnung, stehen dem neuen Coach doch insgesamt 30 Spieler zur Verfügung.

TSV Ötlingen

Nur noch drei Spieler aus dem Kader der Vorsaison sind noch bei der Rübholzelf dabei. Nach der Trennung von Trainer Pasquale Spagnuolo haben die beiden neuen Übungsleiter Gaetano Caruana und Jarryd Schwarz einen großen Umbruch eingeleitet. In kürzester Zeit ist es ihnen gelungen, 18 neue Spieler zu verpflichten. Nun stehen die beiden Ötlinger Trainer vor einer wahren Mammutaufgabe und es wird verdammt schwer die gewünschten Ziele zu erreichen. In den kommenden Wochen und Monaten gilt es eine Einheit zu formen, die im oberen Tabellendrittel mitspielen kann. „Beim Teckbotenpokal haben meine Jungs schon gezeigt, dass sie Fußball spielen können. Ich bin positiv gestimmt das wir unser Ziel in der B-Liga zu bleiben schaffen können“, so Caruana.

TSV Jesingen II

Mit Dirk Augustin hat die zweite Jesinger Mannschaft einen neuen Trainer, der von Christian Dangel und Florian Greiner an der Seitenlinie unterstützt wird. Als oberstes Ziel hat sich die Elf von den Lehenäckern den Verbleib in der Kreisliga B gesetzt. Dafür müssen die Jungs von Trainer Augustin mindestens den fünften Tabellenplatz erreichen. Vieles spricht dafür, denn die zweite Jesinger Mannschaft belegte in den vergangenen beiden Jahren jeweils den fünften Rang – was in einer Liga, die in dieser Saison extrem ausgeglichenen erscheint, dennoch schwer werden wird. Für den TSVJ-Coach, der sein größtes Augenmerk auf die Defensive richtet, ist die Qualität im Kader durchaus vorhanden: „In der Offensive sind wir vor allem mit Manfred Beer richtig gut aufgestellt“, so Augustin.

SF Dettingen II

Eine ganz schwere Saison erwartet der Dettinger Trainer Manuel Staiger. Der 42-Jährige ist aber zuversichtlich, dass sein Team in der Lage ist, am Ende der Saison unter den ersten fünf Teams zu kommen: „Wenn sich alle am Riemen reißen und wir das nötige Glück haben, können wir das schaffen.“ Dazu darf es nicht wieder zu schwankenden Leistungen wie in der vergangenen Runde kommen. „Wir müssen versuchen mehr Konstanz rein zu bringen“, fordert der SFD-Coach. Seit Manuel Staiger die zweite Dettinger Mannschaft vor zwei Jahren übernommen hat, ging es tabellarisch stetig nach oben. Nach einem achten Tabellenplatz folgte in der abgelaufenen Saison der Sprung auf Platz sechs – dieser würde am Ende dieser Runde zumindest für die Relegationsspiele reichen.

AC Catania Kirchheim II

Der Kader der zweiten Mannschaft des AC Catania ist nicht mehr so groß wie in der vergangenen Saison. „Wir mussten einige Spieler an unsere erste Mannschaft abgeben“, klagt Trainer Giuseppe Danze. Dennoch sieht der AC-Coach seine Mannschaft in etwa gleichstark wie in der abgelaufenen Runde: „Ein kleiner Vorteil könnte sein, dass meine recht junge Mannschaft an Erfahrung dazu gewonnen hat.“ In der Liga zu bleiben, ist das große Ziel, was aber auf Grund der vielen Kontrahenten sicherlich nicht einfach werden wird. Der Catania-Trainer rechnet mit zehn Mannschaften, die berechtigte Chancen auf einen der ersten sechs Tabellenplätze haben. „Den sechsten Tabellenplatz, der für die Relegationsspiele reicht, würde ich sofort unterschreiben“, so der AC-Coach.

SV Nabern

Für den Naberner Spielertrainer Marcel Geismann ist in der kommende Runde alles möglich: „Wir können vorne mitspielen, aber auch nur Siebter werden.“ Ein Abstieg in die Kreisliga C wäre für die Elf vom Oberen Wasen eine mittlere Katastrophe. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga A vor zwei Jahren hat die Mannschaft viel an Qualität verloren, aber der SVN-Coach ist überzeugt, dass seine Mannschaft stark genug ist, unter die ersten Fünf zu kommen. Mit Alexander Hölz vom TSV Weilheim II und Philipp Gall, der von den SF Dettingen an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist, konnten zwei verheißungsvolle Spieler verpflichtet werden. „Wir haben zwar immer noch keinen Top-Kader, aber wenn wir gut aus den Startlöchern kommen, ist vieles möglich“, sieht Geismann der kommenden Saison recht zuversichtlich entgegen.

TSV Schlierbach

Mit Fabio Santini (SV Ebersbach), Benjamin Matic (SGOH), Rodrigo Ferreira Santos (SV Hoffeld), Sascha Foschi, Abdul Bah, Philipp Horak, Artjom Rutz, und Marcin Sprega (alle fünf vom TSV Ötlingen) stehen dem Schlierbacher Trainer Benedetto Savoca für die neue Runde acht Neuzugänge zur Verfügung. „Wir haben uns ordentlich verstärkt. Was aber noch nicht gleich bedeutend ist, dass wir auch eine gute Runde spielen“, ist der TSVS-Coach noch vorsichtig. Wenn seine Mannschaft am Ende der Saison einen der ersten beiden Tabellenplätze belegen will, muss alles funktionieren. Zunächst einmal gilt es, die Neuzugänge zu integrieren, dazu sollten die Schlierbacher nahezu verletzungsfrei bleiben, des Weiteren erwartet der TSVS-Coach für alle Teams eine schwere Saison.

TG Kirchheim

Erste Priorität bei der TG: Auch in der nächsten Saison in der Kreisliga B zu spielen. „Dafür müssen wir mindestens Fünfter werden, das wird schwierig genug“, vermutet Trainer Israfil Kilic. Dass es für nach ganz oben reicht, davon geht der TG-Coach nicht aus: „Wir müssen realistisch bleiben. Die Favoriten sind für mich die SGOH und der TSV Weilheim II.“ Dennoch kann seine Mannschaft eine gute Rolle spielen, denn der kleine Kader wurde deutlich vergrößert. Mit Amadu Cande und Sadat Ibak konnten zwei erfahrene Spieler verpflichtet werden, dazu kommen noch Deniz Yorulmaz und Torwart Rayene Idani. „In der Offensive haben wir uns richtig gut verstärkt“, sehen die beiden
TG-Trainer Tiago Santos Araujo und Israfil Kilic viel Potenzial in ihrer Mannschaft.

TSV Oberlenningen

Nach nur einem Jahr Pause stellt der TSV Oberlenningen wieder eine eigenständige Mannschaft. Den beiden Trainern Hamit Geckin und Hakan Bayram steht gegenüber den vergangenen Jahren ein größerer Kader zur Verfügung. Dass es während der Saison personell einmal eng werden könnte, darüber macht sich der Oberlenninger Abteilungsleiter Matthias Feller keine Sorgen. Mit Sebastian Pohl und Dzenan Murtic kehrten zwei Spieler vom TSV Notzingen zu ihrem Heimatverein zurück. Obwohl es für den TSV Oberlenningen schwer werden dürfte, unter die sechs Bestplatzierten zu kommen, rechnet sich der Oberlenninger Abteilungsleiter minimale Chancen aus: „Wenn alles optimal läuft können wir durchaus für eine Überraschung sorgen“, so Feller.

TV Neidlingen II

Vor einem Neustart steht die zweite Neidlinger Mannschaft. Mit Thomas Tullner konnte ein neuer Trainer verpflichtet werden. Der 46-Jährige trainierte zuletzt die TSuGV Großbettlingen II und ist nach einer zweijährigen Pause wieder ins Trainergeschäft eingestiegen. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, so Tullner. In der Vorbereitung war es für den TVN-Trainer wichtig, seine neue Mannschaft so schnell wie möglich kennenzulernen. Der Auftritt beim Teckbotenpokal hat Tullner positiv überrascht: „Wir haben ein gutes Turnier gespielt.“ Nach dem letzten Tabellenplatz in der Vorsaison will der Neidlinger Übungsleiter in dieser Runde auf jeden Fall besser abschneiden. Die Einführung der Kreisliga C sieht Tullner sehr positiv: „Das wurde auch endlich Zeit.“

SGEH II

Nach sechs Jahren Pause geht die SGEH wieder mit einer zweiten Mannschaft an den Start. „Wir haben mit unserer ersten und zweiten Mannschaft einen Kader von 38 Spielern, deshalb haben wir uns entschlossen, wieder eine zweite Mannschaft zu melden, um jedem Spieler genügend Einsatzzeiten geben zu können“, ist der SGEH-Abteilungsleiter Rüdiger Lechler zuversichtlich, gut über die Runde zu kommen. Insgesamt sind sieben Akteure von den A-Junioren mit dabei und einige Spieler konnten reaktiviert werden. Nun gilt für Trainer Alexander Reuß, aus dem neu zusammengestellten Kader ein schlagkräftiges Team zu bilden. Dabei hat der SGEH-Abteilungsleiter großes Vertrauen in seinen Coach und hat die Messlatte ziemlich hoch angesetzt: „Unser Ziel ist der sechste Platz.“

TSV Linsenhofen II

Die Verantwortlichen des TSV Linsenhofen sind nicht glücklich darüber, dass ihre zweite Mannschaft in die Staffel 6 umgruppiert wurde. „Wir wären lieber in der Staffel 5 geblieben“, sagt Linsenhofen Trainer Lukas Teml. Für die zweite Linsenhofener Mannschaft wird es eine verdammt große Herausforderung in der neuen Staffel. Erschwerend hinzu kommt, dass der Linsenhofener Übungsleiter keinen der Gegner richtig gut kennt: „Die Mannschaften, gegen die wir nun spielen müssen, sind für mich schwer einzuschätzen.“ Dennoch rechnet sich Teml durchaus Chancen aus, am Ende der Saison unter die ersten sechs Teams zu kommen – eine gewagte Prognose, denn die zweite Linsenhofener Mannschaft war in den vergangenen sechs Jahren nie besser platziert als der neunte Tabellenplatz.