Neidlinger Julia Grüning und Kai Mehlstäubl sichern sich die Vizetitel bei den deutschen Meisterschaften im Parallelslalom
Der Schwarzwald ist eine Reise wert

Der Schwarzwald war für die Inliner des TV Neidlingen eine Reise wert: Bei der Doppelveranstaltung mit DSV-Inlinecup und den deutschen Meisterschaften im Parallelslalom sprangen einige schöne Vorderplätze heraus. Bei der DM ergatterten Julia Grüning und Kai Mehlstäubl jeweils die ­Vizemeisterschaft.

Nagold. Für die knapp 140 Starter begannn der dritte Lauf zur DSV-Inlinecup-Serie nicht ganz optimal: Die Temperaturen waren etwas unterkühlt. Auf der recht flachen Strecke steckte Axel Grüning (TV Neidlingen) einen sehr schnellen Lauf mit knapp 40 Toren, der an diesem Tag einigen Läufern zum Verhängnis werden sollte. So auch einigen unter den acht vertretenen TVN-Läufern. Ma­rie Prinzing (Jahrgang 2005) kam allerdings durch – sie sicherte sich den dritten Rang in der Schülerklasse 6.

Ihr Bruder Moritz Prinzing (2003) stürzte hingegen in beiden Durchgängen und belegte Platz sieben. Des Weiteren hatte der TVN drei Neuzugänge am Start. Elisa Fischer (Schülerinnen 8), Sebastian Nagel (Schüler 12) und Silvana Zettl (Schülerinnen 14) belegten die Plätze zwölf, vier und vierzehn.

Für Ann-Kathrin Stolz endete der Samstag sehr erfreulich: mit Bestzeiten im ersten und zweiten Durchgang sicherte sie sich sowohl den Sieg in der Jugendklasse 18 als auch den Tagessieg bei den Damen vor ihrer Vereinskollegin Julia Grüning. Kai Mehlstäubl stürzte im ersten Durchgang und schied frühzeitig aus.

Bei den deutschen Meisterschaften im Alpin-Parallelslalom tags später schaffte der TV Neidlingen zum wiederholten Mal in der jungen Saison zwei Topergebnisse. Julia Grüning drang bis ins Finale vor und musste sich dort nur Konkurrentin Claudia Wittmann (Chammünster) in einem Wimpernschlagfinale geschlagen geben. In den Vorläufen war Grüning auf Nationalmannschaftsfahrerin Jana Börsig (Tuttlingen) und zwei Läuferinnen aus dem Bayrischen Wald getroffen, die sie problemlos bezwang. Zum Schluss sicherte sie sich die Vizemeisterschaft bei diesem Rennen, dessen Parcours von DSV-Inline-Trainer Georg Meeh (Pforzheim) gesteckt worden war.

Für das zweite Highlight aus Sicht des TV Neidlingen sorgte an diesem Tag der 18-jährige Kai Mehlstäubl, der schon in den Vorläufen einige Kontrahenten bezwang. Den Deutschen Riesenslalom-Meis­ter Adrian Griesser (Rottweil) bezwang er im Achtelfinale, Weltmeister Sebastian Gruber (Chammünster) im Viertelfinale – der Weg ins Finale war frei. In Ricco Walz (Steinenbronn) fand Kai Mehlstäubl seinen Meister. Walz gewann in einem spannenden Finale mit wenigen Hundertstelsekunden Vorsprung. Damit hatte sich Mehlstäubl den Vizemeistertitel in der Jugendklasse gesichert.

Weniger Glück hatte Ann-Kathrin Stolz. In Führung liegend gegen Susanne Weber (Chammünster), unterlief ihr drei Tore vor dem Ziel ein Fehler. Damit war sie frühzeitig ausgeschieden.as