Owen. Die Gäste hatten in der Teckhalle ohne zu glänzen ein ganz leichtes Spiel. Owens Coach Manfred Haase muss sich nach dieser Leistung seiner Schützlinge wohl einige unangenehme Fragen gefallen lassen. Bereits nach knapp zwei Minuten führten die Gäste mit 3:0. Die Gelbhemden dagegen glänzten nur im Auslassen bester Torchancen. Der erste Owener Treffer durch Moritz Thum fiel nach sieben Minuten. Danach lief es etwas besser im Owener Spiel, da auch die Schorndorfer sich dem schwachen Niveau anpassten und sich ihrerseits zahlreiche Fehlwürfe leisteten. Owen war bis zum 6:8 zwar auf Tuchfühlung, danach lief im Angriffsspiel jedoch nicht mehr viel zusammen. Überhastete Torwürfe und technische Fehler häuften sich. Die Gäste zogen kurz vor Ende der ersten Halbzeit auf 9:14 davon. Vor allem SG-Spielmacher Rene Biler konnte schalten und walten wie er wollte. Erst eine kurze Deckung gegen ihn brachte etwas Verunsicherung ins Angriffspiel der SG. Praktisch mit dem Pausensignal gelang Owen noch der Anschluss zum 11:14.
Gleich nach Wiederbeginn traf Sebastian Martin zum 12:14, und kurze Zeit später war Owen mit dem 14:15 wieder dran. Doch die Gäste spielten ihr Spiel ruhig und geduldig weiter. Zwar stand die Deckung des TSV nun deutlich besser als in der ersten Halbzeit, doch individuelle Fehler in der Defensive zogen fast immer Gegentreffer nach sich. Zwar hielt Owen den Rückstand zunächst konstant bei zwei Toren, doch näher sollten die Gelben nicht mehr herankommen. Nach dem 19:21 stellten die Gastgeber ihre Angriffsbemühungen praktisch ein. Auch von der Owener Bank kam kein Signal an die Akteure auf dem Platz. Die Gäste zogen schnell davon. Erst beim Stand von 20:27 kam knapp zehn Minuten vor Ende der Partie die Auszeit von der Owener Bank. Doch da war die Entscheidung bereits gefallen. Die Körpersprache der Spieler in Gelb sprach Bände.
Ganz anders die Gäste. Diese nutzten die Owener Verunsicherung gnadenlos aus und zogen Tor um Tor davon. Der eingewechselte Georg Stoll zwischen den Pfosten des TSV konnte einem leid tun. Ohne Unterstützung seiner Vorderleute musste der Youngster einen Gegentreffer nach dem anderen machtlos hinnehmen.
Owens verletzter Stammkraft Jörn Lehmann fehlten nach der Partie die Worte. „So kann man sich nicht präsentieren gegen einen Gegner, den man zumindest zuhause schlagen sollte, wenn man vom Klassenerhalt reden möchte“, meinte Lehmann. Am kommenden Sonntag bietet sich im Spiel gegen die TS Göppingen die wohl letzte Chance, wenn man nicht bis über die Jahreswende die rote Laterne behalten möchte. Dafür bräuchte es allerdings eine gewaltige Steigerung. Mit einer Leistung wie gestern gegen Schorndorf kann man in dieser Liga gegen keinen Gegner gewinnen. jb
TSV Owen: Langlinderer, Stoll – Bäuchle (2), Mosca (2), Raichle (2), Kerner (2), Schmid (8/1), Krüger, Martin (4/1), Bauer, Thum (3), Büchele (3), Dur-Schmid.
SG Schorndorf: Hummel , Niederer – Eckstein (8), Stump (4), Pflug (1/1), Roth, Bajrovic (7), Mangone (2), Wiesner (6), Oehm (1), Hämmer, Biler (2), Römer (6), Egger.
