Weilheim. Beide Teams gingen hoch motiviert in die Partie. Bereits in der Aufwärmphase war die Spannung spürbar. Die Hausherren in Rot erwischten mit 2:0 den besseren Start. Doch die SG glich schnell aus, fand gut in die Partie und war zeitweilig sogar die bessere Mannschaft. Nach dem 3:3 übernahmen die SG das Zepter und legten zum 5:4 vor. Vor allem über den Kreis war Lenningen immer wieder erfolgreich.
Weilheims Trainer Thomas Burger stellte darauf seinen Mittelblock besser auf den Gegner ein. Beim 7:6 ging Weilheim erneut in Führung und gab diese danach auch nicht mehr her. Mit drei Toren in Folge setzte sich der TSV erstmals mit 9:6 von den Lenningern ab. Trotzdem war die Partie bis dahin spielerisch ausgeglichen. Dem Weilheimer Angriff fehlte in der Anfangsphase das Tempo und die Torgefährlichkeit im Stellungsspiel. Zu statisch war der Spielaufbau. Sicher dagegen die Defensive mit einem erneut gut aufgelegten Illi zwischen den Pfosten. Doch Lenningen unterstrich, dass in dieser Saison die personellen Alternativen zahlreicher sind. Die SG verkürzte in Überzahl, kam auf 9:10 heran, und verlor nach der ersten Zeitstrafe erneut den Anschluss. Die Hausherren um Kapitän Dominik Klett nutzten ihre Chancen konsequent und erarbeiteten sich ein 14:10-Halbzeitpolster.
Trainer Thomas Burger hatte danach einiges zu justieren, vor allem im Angriff war zu wenig Bewegung, um die offensive Lenninger Abwehr zu knacken. Was folgte, war eine Art Rollentausch. Die Weilheimer gingen die zweite Halbzeit entschlossen und engagiert an. Aus der Defensive heraus erarbeiteten sie sich nun auch Kontermöglichkeiten. Von 16:10 auf 19:11 zogen die Limburgstädter davon. Die Gäste wirkten in dieser Phase kraftlos und mit dem Acht-Tore-Rückstand im Kopf auch zunehmend hektisch. Im Angriff fehlte der SG gegen eine stabile 6:0-Abwehr des TSV die Möglichkeiten. Wiesinger und Bächle, die für Gefahr aus der Distanz sorgen sollten, blieben meist glücklos. Defensiv hatte die SG mit Einläufern von außen ihre Probleme, und die Torhüter bekamen wenig zu fassen.
Eine Auszeit von Coach Klaus Wölle rüttelte die Lenninger wieder wach. Haid und Austen verkürzten auf 16:21. Weilheim fühlte sich in dieser Phase zu sicher, fand aber zurück in die Spur und nutzte gegen lediglich vier Lenninger die Überzahlsituation. Erneut vier Treffer in Folge sorgten wieder für einen beruhigenden 28:19-Vorsprung. Die SG Lenningen war damit endgültig geschlagen. Eine klar bessere Defensive und der bessere Torhüter waren die Hauptgründe für die unerwartete Überlegenheit des Gastgebers. Auch offensiv zeigten sich die Weilheimer verbessert, der Ball lief wesentlich flüssiger durch die Reihen als zuletzt. Gute Voraussetzungen für das erste Auswärtsspiel am kommenden Wochenende in Denkendorf.tk
TSV Weilheim: Illi, Müske - Auweter, F. Zettl (5), T. Sigel, Klein (2), Hiller (6/3), Banzhaf (2), Seyferle (3), S. Sigel (3), Klett (1), Fehringer (6), Dotschkal (1), D. Zettl.
SG Lenningen: Carrle, Lamparter - P. Bächle (1), Wiesinger (3), Wald (3/2), Rieke (3/1), Renz (1), Ringelspacher, Austen (4), Haid (4), M. Bächle, Pisch (3), Schmid (1).
