Basketball
Der VfL besticht als Kollektiv

Das Regionalligateam des VfL feiert im ersten Heimspiel der Saison einen 93:79-Erfolg über Viernheim/Weinheim.

Gelb gewinnt: Der VfL hat vor 100 Zuschauern in der Sporthalle Stadtmitte die BR Viernheim/Weinheim bezwungen. Foto: Thimo König

Beide Teams starteten mit viel Selbstvertrauen aus den jeweiligen Auftaktsiegen ins Spiel, ein munterer Austausch von Körben, bei denen die Würfe von außen allerdings noch nicht fallen wollten – eine Schwäche, die sich bis ins vierte Viertel durchziehen sollte. Da passte es nicht ganz ins Bild, dass VfL-Rückkehrer Yannick Abele einen schwierigen Stepback-Dreier mit der Sirene zum Viertelende zum 23:23Ausgleich durch die Reuse warf. Abele war die Jugendabteilungen des VfL durchlaufen, ehe er verschiedene Stationen in Tübingen, Nürtingen und Stuttgart durchmachte und kurz vor Saisonbeginn zurück an die alte Heimspielstätte kehrte.

Auch im zweiten Viertel konnte sich kein Team absetzen. Was bei den Kirchheimern auch an der miserablen Freiwurfquote lag, die am Ende bei nur 50 Prozent lag. Diesmal traf ein Viernheimer einen Dreier mit Ablauf der Uhr zum 46:43-Halbzeitstand. Die Gäste änderten in der zweiten Halbzeit die Defensivtaktik, was der Kirchheimer Offensive nur kurzzeitig Kopfzerbrechen bereitete. Weiterhin wurden freie Wurfchancen erspielt, die unter dem Korb sicher, von jenseits der Dreierlinie allerdings gar nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Die Physis des Gegners war ausschlaggebend für eine kleinere Rotation beim Gastgeber, da gerade die jungen und kleineren Spieler Schwierigkeiten mit der Gangart des Spiels hatten. Hier kam die Eingespieltheit des Kerns der vergangenen Jahre zum Tragen. Gerade Nil Failenschmid, der sein mutmaßlich bestes Spiel für die Regionalligamannschaft machte, sorgte für ein kleines Polster.

Mit einer Neun-Punkte-Führung ging es ins letzte Viertel. Die Viernheimer warfen nochmal alles nach Vorne, suchten Ihr Glück in schnellen Abschlüssen und kamen so häufig an die Freiwurflinie. Die Reboundarbeit von Alex Stief und Andi Nicklaus half bei der Verwaltung der Führung. Durch eine aggressive Defense der Gegner schrumpfte dieser jedoch auf drei Punkte. Dann aber die Wende: die Zonen-Verteidigung führte zu noch freieren Wurfchancen für die Kirchheimer und die ließen sich vor allem Neil Schwanenberg und Mirsad Haziri nicht nehmen. Letzterer verwandelte in der Crunchtime dann drei Dreier in Folge und avancierte so zum Matchwinner. Die rund 100 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte sahen eine über weite Strecken starke Teamleistung und den ersten Heimsieg der Saison. So fiel die Ansprache der Coaches knapp aus nach dem Spiel: „Good job, weiter so.“ mw

VfL Kirchheim: Abele (3/1), L. Failenschmid (0), N.Failenschmid (28/1), Haziri (14/3), Jorgusen (0), Lemke (0), Nicklaus (8), Paqarada (13/2), Pindonis (n.e.), Schwanenberg (10/2), Stief (17)