Weil am Rhein. Aus der Traum vom Bundesliga-Finale: Auch zwei 3:2-Siege gegen den SV Altheim-Waldhausen und Gastgeber ESV Weil am Rhein reichten der Mannschaft aus dem Rübholz am Wochenende nicht, um die HSG München im letzten Hauptrunden-Wettkampf noch vom vierten Tabellenplatz zu verdrängen.
In der Mehrzweckhalle in Weil am Rhein lieferten sich am Samstag die Ötlinger gegen die von Relegation und Abstieg bedrohten Schützen des SV Altheim-Waldhausen einen packenden Wettkampf. Während die Ötlinger Nummer eins, Yusuf Dikec, den Altheimer Darko Sunko mit 385:367 klar beherrschte und auch Patrick Lengerer seine Begegnung gegen Ralf Junghans mit 380:372 für sich entschied, hatten die anderen TSV-Schützen große Mühe. Markus Geipel und Günther Schwarz lieferten sich einen spannenden Wettkampf mit ständig wechselnder Führung. Am Ende setzte sich der Ötlinger mit 367:362 durch.
Fast den gleichen Verlauf nahm die Begegnung auf der fünften Position. Achim Rieger für Ötlingen und Martina Sagasser gaben zunächst keine Serie ab. Bis zum Ende der dritten Serie lag der Ötlinger mit sieben Ringen Vorsprung auf der Siegerstraße. In der vierten Serie lieferte Rieger ein unerwartet schwaches Ergebnis ab. 354 Ringe waren an diesem Tag nicht bundesligatauglich. Trotz ebenfalls schwacher 358 Ringen holte die Altheimerin den Einzelpunkt. Auch Jörg Kobarg stand gegen den starken Holger Haile mit 360:373 auf verlorenem Posten.
Der Ötlinger 3:2-Erfolg ließ trotzdem Hoffnung aufkommen, denn in der Parallelveranstaltung in Waldenburg besiegte Tabellenführer SGI Waldenburg die auf dem vierten Platz liegende HSG München mit 3:2. In der zweiten Begegnung am Samstag in Weil behielt die SSG Dynamit Fürth mit 3:2 gegen den ESV Weil am Rhein die Oberhand und konnte durch einen weiteren 3:2-Sieg am Sonntag gegen den SV Altheim-Waldhausen doch noch der Relegation entkommen. Altheim-Waldhausen steht damit als Absteiger aus der Bundesliga Gruppe Süd fest.
Der Ötlinger Traum vom Finale platzte am Sonntag endgültig. Mit einem 4:1 gegen die Sgi Ludwigsburg am Sonntag in Waldenburg zog die HSG München zum ersten Mal in die Finalwettkämpfe ein. Die starke Leistung mit einem weiteren Sieg in der abschließenden Begegnung gegen Gastgeber Weil am Rhein war für den TSV nur noch ein schwacher Trost. Yusuf Dikec bewies bei seinem 393:378-Sieg gegen Markus Abt seine Weltklasse. Der türkische Nationalmannschafts-Schütze stellte damit seinen persönlichen Rekord in der Bundesliga ein. Die restlichen Einzelpunkte für Ötlingen holten Jörg Kobarg mit einem 374:370 gegen Michael Schwald und Markus Geipel, der Swen Jülle mit 367:363 bezwang.
Der ESV Weil am Rhein muss damit als Siebter der Tabelle in die Relegation. In Ötlingen dagegen wird man diese verkorkste Saison schnell abhaken müssen, um im nächsten Jahr wieder die vorderen Tabellenplätze anpeilen zu können.
