Fußball-Kreisliga A2
Dettingen gegen Catania: Das Duell der Enttäuschten

SFD und der ACC konnten die Erwartungen noch nicht erfüllen. Auch der FC Kirchheim hadert mit der bisherigen Ausbeute.

Das letzte Duell zwischen SFD und Catania gab es im Finale des Teckbotenpokals 2024. Foto: Markus Brändli

Die SF Dettingen und der AC Catania Kirchheim hinken in der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2 den eigenen Erwartungen hinterher. Nun stehen sich beide Mannschaften heute Nachmittag gegenüber. „Wir dürfen uns jetzt nicht in die eigene Tasche lügen. Die Qualität in unserem Kader ist zweifellos vorhanden“, hat der Dettinger Trainer Simone Stuppia von seiner Mannschaft einiges mehr erwartet. Mit 16 Punkten stehen die SF Dettingen auf dem elften Tabellenplatz – nur vier Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt. „Wir haben ein Mentalitätsproblem“, hat der SFD-Coach einen Grund für die durchwachsenen Leistungen erkannt. „Qualität gewinnt nicht immer. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen“, ist der Dettinger Übungsleiter überzeugt. In den letzten beiden Spielen vor der Winterpause – eine Woche später sind die Sportfreunde zu Gast beim FV 09 Nürtingen – wollen die beiden Dettinger Trainer Simone Stuppia und Gabriele Rizzo versuchen, ihre Mannschaft in ruhigere Gewässer zu bringen.

„Unsere Erwartungshaltung war eine andere“, hatte sich auch Catania-Spielertrainer Antonio Potenza von seiner jungen Mannschaft mehr erhofft und fügt hinzu: „Wir schaffen es einfach nicht, Konstanz reinzubringen.“ Nach dem 2:0-Erfolg gegen den FC Kirchheim soll der Aufwärtstrend nun in Dettingen fortgesetzt werden. „Die Dettinger haben in den letzten beiden Spielen zehn Gegentore bekommen. Wir müssen aber vorsichtig sein, denn angeschlagene Boxer sind gefährlich“, hat Potenza Respekt vor dem kommenden Gegner. Zumal der AC Catania seit zehn Jahren in Dettingen nichts Zählbares holen konnte. In den letzten drei Begegnungen in diesem Jahr soll noch einmal kräftig gepunktet werden. „Dass wir sechs Punkte holen können, ist realistisch“, sieht der AC-Trainer nach der Partie in Dettingen den kommenden beiden Heimspielen gegen den TSV Grafenberg und die SGM Owen/Unterlenningen zuversichtlich entgegen.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind auch die Verantwortlichen des FC Kirchheim nicht zufrieden. „Es waren wirklich mehr Punkte möglich. Wir spielen teilweise gut und das trotz so vieler Ausfälle, das zeigt die Qualität in unserem Kader“, sagt FC-Gründer Deni Kalfic. Vor der anstehenden Partie beim TSV Grafenberg hat sich die personelle Lage nochmals verschlechtert. „Wir wären froh, wenn jetzt schon Winterpause wäre“, so Kalfic. Im letzten Spiel haben sich zwei weitere Akteure verletzt und zwei weitere können aus beruflichen Gründen nicht mit dabei sein. „In Grafenberg geht es nur darum, genügend Spieler an Bord zu kriegen, damit wir überhaupt antreten können“, so Kalfic. Kaum überraschend, will sich der FCK in der Winterpause personell verstärken. „Wir arbeiten im Hintergrund sehr akribisch daran, neue Spieler zu verpflichten“, will der FC-Gründer nichts unversucht lassen, den Klassenerhalt zu erreichen.

Bange vor dem Bühl

Vor einem Jahr stand die SGM Owen/Unterlenningen nach 13 Spieltagen vor einer ähnlichen Situation. Allerdings hatte die Elf der beiden Spielertrainer Kevin Rieke und Julian Deuschle zwei Punkte mehr auf dem Konto. Die letzten drei Begegnungen vor der Winterpause machen es nicht einfach weitere Punkte zu holen, weil noch zwei Auswärtsspiele anstehen und auf fremdem Plätzen hat sich die SGM bisher nicht mit Ruhm bekleckert. Auch das Heimspiel gegen den formstarken TV Bempflingen stellt die Gastgeber vor eine große Herausforderung. Aufgrund einer defekten Wasserleistung auf dem Sportgelände in Owen muss die Partie auf den Unterlenninger Bühl verlegt werden. „Wir hätten lieber in Owen gespielt“, gesteht Trainer Kevin Rieke – nicht ohne Grund, denn die letzten drei Heimspiele auf dem Owener Sportplatz konnten allesamt gewonnen werden. Dennoch ist Rieke überzeugt, dass seine Spieler mit der richtigen Einstellung auch in Unterlenningen erfolgreich sein können.

SGEH will Talfahrt stoppen

Nach drei Niederlagen in Folge ist die SGEH vom ersten auf den vierten Tabellenplatz zurückgefallen. „Wir haben als Mannschaft nicht gut verteidigt“, sieht SGEH-Kapitän Jonas Salcher die Hauptursache für die Negativserie. Mit einem Heimsieg gegen die SGM Höllbach soll es wieder in die richtige Richtung gehen, damit der Abstand zu den führenden Teams nicht noch größer wird. Mit Nico Spreitzer, Lasse Wallentin und Torwart Gunnar Hekel muss der SGEH-Trainer aalerdings auf drei wichtige Stammkräfte verzichten, was die Aufgabe nicht einfacher machen dürfte.

Mit einem 3:1-Erfolg am Donnerstagabend im Spitzenspiel beim TSV Harthausen hat der VfB Neuffen seine Tabellenführung erfolgreich verteidigt. Die Neuffener Tore erzielten Felix Hummel (20., 79.) und Oktay Sahin (78.) Für die Harthausener traf Alessio Palmieri (2.).