Kreisliga A: Bei einem Sieg über Verfolger Grafenberg ist SFD der Aufstieg nicht mehr zu nehmen
Dettinger planen ihr Meisterstück

Die SF Dettingen oder der TSV Grafenberg – wer steigt in die Fußball-Bezirksliga auf? Beide Teams stehen sich am Sonntag direkt gegenüber. Am Tabellen­ende werden noch der vierte Kandidat für die Kreisliga B und der Relegationsteilnehmer gesucht. Mit dem TSV Kohlberg, dem TSV Ötlingen und dem TSV Altdorf stehen bereits drei Absteiger fest.

Kirchheim. Besser hätte Staffelleiter Stefan Cserny den Spielplan der Kreisliga A gar nicht gestalten können. Am vorletzten Spieltag kommt es zu einem wahren Herzschlagfinale um den begehrten ersten Platz zwischen dem Tabellenersten SF Dettingen und dem Tabellenzweiten TSV Grafenberg. Die Fußballanhänger beider Teams dürfen sich auf ein spannendes Spiel freuen, denn beide Trainer sind davon überzeugt, dieses wichtige Spiel zu gewinnen. „Wir haben lang und hart dafür gearbeitet, um die Chance zu haben, in die Bezirksliga aufzusteigen, und jetzt wollen wir den ersten Platz nicht mehr abgeben“, sagt Dettingens Spielertrainer Heiko Blocher. Seiner Mannschaft würde bereits ein Unentschieden reichen, um den Platz an der Sonne zu verteidigen. Bei einem Sieg könnte in Dettingen schon einen Spieltag vor Rundenschluss die Meisterschaft gefeiert werden.

Zuversichtlich stimmt Blocher, dass sein Team die heimstärkste Mannschaft (nur eine Niederlage am 17. Oktober 2010 mit 0:6 gegen den TSV Raidwangen) der Liga ist – das soll so bleiben: „Im letzten Heimspiel wollen wir keinen Punkt mehr abgeben“, so Blocher, dem der gesamte Kader zur Verfügung steht.

Etwas mehr unter Druck steht die Elf von Spielertrainer Marco Stilp, der dem seit der Winterpause geschmolzenen Vorsprung von sieben Punkten auf Dettingen nachtrauert. Dennoch erkennt der Grafenberger Spielertrainer den Dettinger Höhenflug neidlos an: „Die haben eine imponierende Rückrunde gespielt.“ Trotzdem ist es Stilp vor dem Gipfeltreffen nicht bange: „Wir müssen nicht nur, wir werden gewinnen“, glaubt er.

Am anderen Tabellenende schweben noch etliche Teams in Abstiegsgefahr. Direkt absteigen können der TV Neidlingen und die TG Kirchheim zwar nicht mehr, aber beiden droht der Relegationsplatz. Um ganz sicher in Sachen Klassenerhalt zu gehen, brauchen beide Vereine noch mindes­tens zwei Zähler. „Das ist der Horror“, klagt Neidlingens Spielertrainer Roland Schumacher, „ich hätte nicht gedacht, dass man mit 41 Punkten noch zittern muss.“ Für ein Ende des Zitterns solle ein Heimsieg gegen den TSV Altdorf sorgen. Die Vorzeichen stehen gut, holte der SVN aus den letzten fünf Spielen doch stolze 13 Punkte.

Vor einem schweren Restprogramm steht die TG Kirchheim am Sonntag beim Tabellenviertletzten TB Neckarhausen und eine Woche später gegen die SF Dettingen. Nur mit einem Sieg haben die Gastgeber noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt. Normalerweise hätte TG-Spielertrainer Branko Kalfic keine Bedenken, aber weil die Partie wegen eines Oberliga-Heimspiels der Ne­ckarhausener Fußballfrauen auf 10 Uhr vorverlegt wurde, könnten seine Spieler noch müde sein. „Es wäre schon bitter, wenn wir mit 41 Zählern noch in die Relegation müssten“, meint Kalfic.

Im Abstiegskampf kommt es zu zwei brisanten Lokalderbys zwischen dem FV 09 Nürtingen II und dem TSV Neckartenzlingen sowie dem 1. FC Frickenhausen II und dem TSuGV Großbettlingen. Nur mit Heimsiegen haben die jeweiligen Gastgeber es noch selbst in der Hand, den drohenden Abstieg zu verhindern.

Vor einer lösbaren Aufgabe steht der TSV Jesingen beim Schlusslicht TSV Kohlberg. Alles andere als ein „Dreier“ für die Elf von Spielertrainer Marc Kaisner wäre eine faustdicke Überraschung. Zwischen dem TSV Beuren gegen den TSV Raidwangen geht es um den fünften Tabellenplatz. Das letzte Heimspiel für mindestens ein Jahr in der Kreisliga A bestreitet der TSV Ötlingen am Sonntag gegen den VfB Neuffen.