Fußball
​Dettinger wollen nachlegen

Mit einem Sieg beim FC Kirchheim wären die SFD in der Kreisliga A2 wieder bei der Musik. Spannend ist, wie die SGEH die erste Niederlage verkraftet. 

Agieren laut Trainer Simone Stuppia als Einheit: die SF Dettingen. Foto: Markus Brändli

Mario Tumbas gilt in der lokalen Fußball-Szene aktuell nicht nur als erfolgreich, sondern auch als pragmatisch. Bei Siegen dezent zurückhaltend, verfällt er bei sportlich eher dürftiger Zähler-Ausbeute offenbar nicht vorschnell in Aktionismus. Diesen Eindruck bekommt man dieser Tage, kurz nach der ersten Saisonniederlage der Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler/Hochwang. „Klar waren wir alle enttäuscht, doch nun geht es um die nächsten drei Punkte“, fasst der 34-Jährige seine Gedanken nach dem 3:5-Flop am Dienstagabend in Neidlingen zusammen. Zumal für tiefschürfende Analysen und Schlüsse echte Zeitnot besteht: Am Sonntag rückt der VfB Neuffen an. Ein Match, das aufgrund der lokalen Nähe beider Vereine plus einer gesunden Klub-Rivalität über Jahrzehnte hinweg immer eine besondere Note besitzt. „Es wird ein Spiel mit Pfeffer, wie ein Derby eben sein sollte“, prognostiziert Tumbas. Diesmal liefert die Tabellensituation weitere Würze. Beide Teams mischen ganz vorne mit, denn SGEH und VfB trennen nur zwei Zähler.

Duell der Schulkameraden

Einen Tick näher an die Spitzengruppe herangerückt sind jüngst die SF Dettingen. Möglich gemacht wurde dies durch zwei Siege in Folge. „Wir agieren endlich als Einheit, wissen, um was es geht“, stellt Trainer Simone Stuppia ein positives Zwischenzeugnis aus. Ein Sieg beim FC Kirchheim würde das Wohlgefühl weiter fördern. Mit dem gegnerischen Spielertrainer Deni Kalfic drückte Stuppia einst zusammen die Schulbank. „Wir kennen uns deshalb natürlich gut“, sagt der Sportfreunde-Coach. Den FCK stuft Simone Stuppia als „unangenehmen Gegner“ ein, weil unberechenbar. Florian Gautsch (weiterhin Probleme am Knöchel) sowie Goalgetter Yannick Frick (Gelb-Rot-Sperre) fehlen.

Deni Kalfic hat mit seinem Team bislang zehn Punkte eingesammelt, sechs weniger als der sonntägliche Konkurrent. Entsprechend („Dettingen ist klarer Favorit“) ordnet er die Angelegenheit ein. Es gibt noch einen weiteren Grund für diese spezielle Sicht der Dinge. „In der vergangenen Partie beim TV Bempflingen mussten wir gleich viermal verletzungsbedingt wechseln“, erinnert sich Kalfic. Zudem sah Mohamed-Anes Ben Abdallah bei der 2:4-Niederlage in der Schlussphase Gelb-Rot, ist folglich fürs Match gegen die SFD gesperrt. Kalfic selbst muss wegen einer Schulterverletzung wohl bis Anfang kommenden Jahres pausieren. „Die personelle Situation bei uns ist echt mau“, konstatiert der FCK-Spielertrainer.

Rieke setzt auf die Heimstärke

Tabellarisch schlechter, personell jedoch besser als der FCK unterwegs – so die Lage bei der SG Owen/Unterlenningen. Allerdings scheint für Toptorjäger und Spielertrainer Kevin Rieke die Vorrunde beendet. „Am kommenden Montag gibt es noch eine weitere Untersuchung der verletzten linken Schulter“, berichtet der einstige Bezirksliga-Akteur, doch zumindest sei zu seiner Erleichterung wohl klar, dass er nicht operiert werden müsse. Gegen den TSV Linsenhofen könnten seine Kicker Wichtiges schaffen – nach einer erneuten Klatsche (0:7 in Neuffen) in der folgenden Partie wieder in die Spur zu finden. Dabei hat Rieke Vertrauen ins Team, zumal der Tabellenvorletzte daheim meist deutlich stärker agiere als auswärts: „Wenn jeder Spieler vor dem Match in den Spiegel schaut und sich sagt, dass er sein Bestes geben wird, ist schon viel erreicht.“

Neidlinger ohne Torjäger Pflüger

Am Mittwochmorgen schauten die Fußballer des TV Neidlingen vergnügt in den Spiegel. Der 5:3-Triumph gegen die SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang am Abend zuvor gilt als Stimmungsaufheller und als Ausrufezeichen in der Liga. „Das Match war schon spektakulär“, schwärmt Neidlingens Trainer Christopher Andrä noch Tage danach. Für das kommende Auswärtsspiel in Altdorf muss er nun auf den verletzten Torjäger Lukas Pflüger verzichten. Andrä rechnet mit einem „heiß umkämpften Spiel“. Im Falles eines Sieges hätten sich die Neidlinger jedenfalls ein noch größeres Polster Richtung Tabellenkeller verschafft.