Chaves. Nachdem Mario Kießling am ersten Flugtag bei der Segelflug-WM im argentinischen Chaves mit Tagesplatz zwei geglänzt hatte, lief es für den Spitzenpiloten der Kirchheimer Fliegergruppe Wolf Hirth beim zweiten Wertungsflug nicht ganz nach Wunsch. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90,2 km/h und Rang 16 absolvierte Kießling eine Speed Task von zwei Stunden, die ihn in der Gesamtwertung auf Platz sechs brachte.
Das zweite Kirchheimer Flug-Ass in Argentinien, Patrick Puskeiler aus Jebenhausen, war schneller unterwegs und erflog mit seinem Discus 2a den zwölften Tagesplatz mit 91,6 km/h. Zuvor war er am ersten, von heftigem Wind gekennzeichneten Flugtag, mit durchschnittlich 78,6 km/h nicht über den 18. Platz hinausgekommen, was ihm 138 Punkte für die Gesamtwertung einbrachte. Hier liegt er mit 666 Zählern auf Platz 17.
Auf Platz neun nach zwei Flugtagen liegt der dritte deutsche Pilot der Standardklasse, Felipe Levin vom LSV Homberg. Der zweifache Juniorenweltmeister hatte am ersten Tag noch mit dem Tagessieg überrascht, kam am zweiten Tag mit seinem Discus 2a aber „nur“ auf den 17. Platz.
Nach dem heftigen Wind des Vortages fanden die Piloten am zweiten Wertungsflug ordentlichere Bedingungen vor. Die Kumulusbewölkung zeigte anfangs die aufsteigende Luftmasse an. Doch nach und nach lösten sich die Aufwindanzeiger über der weiten Pampa wieder auf. Bei einer Wolkenbasis von 2 000 Metern trafen die Piloten anspreche Aufwinde um die zwei Meter pro Sekunde an. „Alles im allem war es von der fliegerischen Seite ein ganz passabler Tag“ resümierte Puskeiler das Geschehen.
Das deutsche Standardklasseteam war zu dritt abgeflogen. Die Konkurrenz vor Augen, ging es auf dem zweiten Flugschenkel etwas zu tief herab. Die Suche nach einem starken Aufwind kostet etwas Zeit. „Wir hatten uns kurzfristig eingegraben“ so Puskeiler zum Zwischenstopp in tieferen Regionen. Die Mitkonkurrenten waren danach wieder aus den Augen entrückt. Gut meisterten die Kirchheimer Piloten die Passage über einem Sumpfgebiet.
Nach zwei Flugtagen ist in der Gesamtwertung noch alles offen. Klar auf Medaillenkurs liegt dabei bislang jedoch der polnische Überflieger Sebastian Kawa. Der siebte Platz am zweiten Wertungstag mit 96,3 km/h reichte ihm, um mit 802 Zählern die Spitze der Standardklasse zu übernehmen.
Am gestrigen dritten Flugtag wurde die Standardklasse bei überwiegender Blauthermik auf eine 286-Kilometer-Flugaufgabe geschickt. Mit 40 km/h Höhenwind war es für die Aufwindjäger wieder ein anspruchsvoller Tag. Ergebnisse standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Bester deutscher Pilot in der Clubklasse wurde Simon Ruopp vom LSV Münsingen-Eisberg auf Platz 13. Der amtierende Weltmeister Arndt Hovestadt (Greven) landete auf Tagesplatz 31 mit 72,3 km/h. Marco Barth (Bietigheim-Löchgau) platzierte sich auf Tagesrang 33.ls
