Zwei Wochen vor dem Saisonstart wartet auf die Landesliga-Handballer der HSG Owen-Lenningen noch einmal eine intensive Standortbestimmung. Beim 23. Vesalius Cup des TSV Köngen trifft die Mannschaft von Neu-Trainer Konstantin Glöckler am Freitag und Samstag auf hochkarätige Konkurrenz. Sieben der neun teilnehmenden Mannschaften spielen in der Verbandsliga.
Für Glöckler kommt das Turnier in der Burgschulturnhalle zu einem günstigen Zeitpunkt. „Ich will viel mitnehmen“, sagt der neue HSG-Trainer mit Blick auf die unterschiedlichen Gegner. Neben dem sportlichen Wert gehe es auch darum, den eigenen Verein zu repräsentieren: „Die Jungs sollen auf und neben dem Platz ein gutes Bild abgeben“, betont der 35-Jährige, der den besonderen Charakter des Vesalius Cups: „Immr schön, wenn dort die Handball-Familie zusammen kommt.“ Besonders interessant dürfte für die Täleshandballer ein mögliches Aufeinandertreffen mit Gastgeber TSV Köngen werden. Nur zwei Wochen später treffen beide Mannschaften zum Saisonauftakt erneut aufeinander.
Die HSG eröffnet das Männerturnier am Freitag um 17.30 Uhr gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen, um 19 Uhr geht es gegen den TSV Deizisau – beides Teams aus der Verbandsliga. Insgesamt gehen neun Teams an den Start, die zunächst in drei Dreiergruppen spielen. Je nach Platzierung geht es am Samstag in drei neuen Gruppen um die Ränge eins bis drei, vier bis sechs beziehungsweise sieben bis neun. Neben der HSG OLE und Köngen gehören unter anderem die SG Nürtingen-Zizishausen, der TSV Denkendorf und der TSV Neuhausen/Filder II zum Teilnehmerfeld. Aufgrund ihrer Ligazugehörigkeit sieht Mitorganisator Björn Wisst vor allem die sieben Verbandsligisten in der Favoritenrolle, traut aber auch den beiden Landesligisten aus Owen-Lenningen und Köngen Überraschungen zu.
Für Glöckler bietet das Turnier zugleich die Gelegenheit, die Entwicklung der vergangenen Wochen unter Wettkampfbedingungen zu überprüfen. Die bisherigen Testspiele lieferten ein wechselhaftes, aber insgesamt aber positives Bild. Zum Auftakt zeigte die deutliche 27:45-Niederlage gegen Baden-Württemberg-Ligist TV Plochingen die Baustellen auf. Bereits beim anschließenden 33:31-Erfolg gegen Verbandsligist VfL Pfullingen sah Glöckler jedoch „einen riesigen Fortschritt“. Bei der Niederlage gegen den TV Stetten musste die HSG aufgrund zahlreicher Ausfälle nahezu ohne Wechselmöglichkeiten auskommen. Deutlich besser lief es beim 37:26 gegen den TSV Neckartenzlingen, als sowohl Angriff als auch Abwehr überzeugten und Glöckler verschiedene Formationen ausprobieren konnte.
Auch das jüngste 22:27 gegen Verbandsligist SG Ober-/Unterhausen wertete der Trainer trotz der Niederlage positiv. Mit lediglich zwei Auswechselspielern hielt die HSG lange gut dagegen. Bemerkenswert: Über weite Strecken agierte Owen-Lenningen mit einem reinen A-Jugend-Rückraum. Erst in der zweiten Hälfte bereitete die robuste gegnerische Deckung zunehmend Probleme.
Beim Vesalius Cup soll nun der nächste Schritt folgen. Für Konstantin Glöckler geht es dabei weniger um ein bestimmtes Abschneiden als darum, gegen höherklassige Gegner weitere Erkenntnisse zu sammeln.
Der Spielplan des Vesalius-Cups in Köngen findet sich unter www.tsvkoengen.de

