Basketball 2. Liga
Die Knights stecken weiter in der Formkrise

Ersatzgeschwächte Kirchheimer verlieren mit 81:92 gegen Paderborn. An einem enttäuschenden Abend herrscht bei den Gastgebern an beiden Enden des Spielfelds Flaute.

Chuck Harris (rechts) war am Samstagabend noch einer der Lichtblicke in einer insgesamt schwachen Kirchheimer Mannschaft gegen d
Chuck Harris (rechts) war am Samstagabend noch einer der Lichtblicke in einer insgesamt schwachen Kirchheimer Mannschaft gegen den Viertletzten aus Paderborn. Foto: Nina Sander

Es ist bereits die dritte Niederlage in Serie, und sie bleibt zunächst wieder ohne Folgen. Trotz einer enttäuschenden 81:92-Heimniederlage gegen den Tabellenviertletzten aus Paderborn, bleiben Kirchheims Basketballer in der 2. Bundesliga Pro A auf Tabellenplatz sechs. Weil Verfolger Gießen, daheim gegen Köln verlor, bleibt es beim alten Abstand von zwei Punkten. Allerdings haben die Knights damit einen weiteren Matchball im Kampf um Platz sechs vergeben, der wichtig wäre, um die mögliche Qualifikation für den BBL-Pokal wahrscheinlicher zu machen und um den beiden Topteams aus Hagen und Crailsheim in der ersten Play-off-Runde aus dem Weg zu gehen.

Die beiden Verletzten Nico Bretzel und Tyrel Morgan, die nur auf der Bank Platz nahmen, fehlten am Samstag an allen Ecken und Enden. Schon zu Beginn merkte man den Rittern an, dass, ähnlich wie zwei Wochen zuvor gegen die Artland Dragons, der letzte Funke an Überzeugung und Energie fehlte. Der Gegner nutzte das klug aus und kontrollierte das Spieltempo, während die Knights gut freigespielte Wurfoptionen nicht nutzten. So lag Paderborn nach dem ersten Viertel mit 25:23 in Führung.

Im zweiten Abschnitt zeigten beide Mannschaften offensiv deutliche Schwächen. Viele forcierte Einzelaktionen und keinerlei Wurfglück aus der Distanz – nur zwei von 14 Dreier-Versuchen der Kirchheimer fanden zur Halbzeit ihr Ziel – sorgten für den deutlichen 41:33-Rückstand zur Halbzeit. „Wir sind ganz okay gestartet. Dann haben wir aber erneut offensiv keine guten Entscheidungen getroffen. Uns fehlt momentan die Leichtigkeit“, musste Knights-Sportchef Chris Schmidt nach Spielende feststellen.

Auch das dritte Viertel ging mit 23:20 an die Gäste, die in Jonathan Klussmann und Eyassu Worku zwei Guards hatten, die kluge Entscheidungen trafen und immer wieder gekonnt Spielzüge initiierten. Am Ende hatte Paderborn exakt die Hälfte ihrer Drei-Punkte-Würfe verwandelt. Auf Seiten der Kirchheimer lag die Dreierquote bei lediglich 21 Prozent. Mit einem zweistelligen Rückstand ging es für die Knights ins Schlussviertel.

Mit viel Aufwand und Energie kämpften sich die Gastgeber ins Spiel zurück, und verkürzten den Rückstand mehrere Male auf sechs, sieben Zähler, doch immer, wenn in der Halle kurzzeitig Hoffnung aufkeimte, fand Paderborn mit schwierigen, aber erfolgreichen Würfen eine Antwort. Allein 14 Freiwürfe der Gäste im Schlussviertel besiegelten schließlich die Niederlage der Teckstädter. „Wir haben erneut nicht das gespielt, was uns in der Saison so stark gemacht hat. Daran werden wir arbeiten müssen und versuchen, in Leverkusen verbessert aufzutreten“, fasste Head Coach Igor Perovic nach Spielende zusammen.

Am Wochenende reisen die Ritter zu den stark abstiegsgefährdeten Bayer Giants nach Leverkusen. Spielbeginn in der Leverkusener Ostermann-Arena ist am Samstag bereits um 18 Uhr. cs/tb

 

Tyrel Morgan bleibt den Knights treu

Die einzig gute Nachricht wurde am Samstag in der Sporthalle Stadtmitte während der ersten Halbzeit verkündet: Tyrel Morgan hat seinen Vertrag mit den Knights verlängert. Der US-Amerikaner wird auch in der Saison 2026/2027 für die Teckstädter auflaufen. Nach einer von vielen kleineren Verletzungen geprägten Saison war für beide Seiten klar, dass man den eingeschlagenen Weg weiter gemeinsam gehen möchte.
„Tyrel ist ein Schlüsselspieler für uns. Sein unermüdlicher Einsatz, sein Rebounding, die Defensive, wie selbstlos er agiert – das sind alles Faktoren, die ihn als Spieler sehr besonders machen und die schwer zu finden sind. Wenn er gesund ist, kann er einer der besten Spieler der Pro A sein“, freut sich Kirchheims Headcoach Igor Perovic über den gelungenen Coup. tb