Owen. Die sicherlich keineswegs überragenden Gäste nahmen zwei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt mit unter den Hohenstaufen. Letztendlich sogar nicht unverdient, denn die Gäste bewiesen in der heißen Phase den kühleren Kopf und die größere Entschlossenheit. Die Owener konnte während der Partie nicht ein einziges Mal in Führung gehen.
Von Beginn an war Owen in die Defensive gedrängt. Vor allem Gästeroutinier Lars Rupp war sehr treffsicher. Allein fünf der ersten neun Treffer gingen auf sein Konto. Owen hielt zwar zunächst noch mit, konnte aber meist nur aufschließen. Nach knapp zwölf Minuten lagen die Gäste jedoch erstmals mit drei Treffern in Führung. Owen spielte im Angriff zu überhastet und so hatten die Gäste leichtes Spiel. Bei den Gästen lief das Spiel zumeist über Rupp oder Kaumann, die zusammen 15 der 31 Treffer erzielten. Bis zur 21. Minute pendelte sich der Rückstand der Gelbhemden bei drei Toren ein. Danach zog die Turnerschaft, angetrieben von Rupp, sogar auf 16:11 davon. Wie vor einer Woche bahnte sich ein Debakel für den TSVO an. Doch vor allem der eingewechselte Uwe Raichle im Tor verhinderte noch Schlimmeres. Bis zum Seitenwechsel kam Owen sogar noch etwas heran und so wurden beim Stand von 14:18 die Seiten gewechselt.
Nach dem Wechsel agierte Owen nun endlich mutiger und zielstrebiger. Vor allem Hannes Raichle brachte neuen Schwung ins Owener Angriffsspiel. Auch mit den Entscheidungen der selten souveränen Unparteiischen hatten die Gelbhemden nun Glück. Vor allem die strittige Disqualifikation des besten Gästespielers, Lars Rupp, nach 36 Spielminuten spielte dem TSVO in die Karten. Doch wieso die Gelbhemden sich dann wieder von ihrer zuvor deutlich konsequenteren Spielanlage verabschiedeten, bleibt wohl ohne weitere Erklärung.
Die Gäste nutzten Owener Unzulänglichkeiten kaltschnäuzig aus und hielten die Führung in der Hand. Zwar hatten die Gelbhemden nun doch Lunte gerochen und auch der Siegeswille war wieder spürbar, aber im Abschluss leisteten sich die Haase-Schützlinge zu viele Fahrkarten.
Zwar gelang Sebastian Martin der Ausgleich zum 25:25, doch um letztendlich eine Wende herbeizuführen fehlte den Gelbhemden doch das spielerische Mittel. Wenige Minuten später hatten sich die Gäste wieder einen Vorsprung von zwei Toren erspielt. Vor allem Florian Scheel glänzte hier als sicherer Vollstrecker. Gegen seine Gewaltwürfe war der ansonsten gut postierte Uwe Raichle machtlos. Owen musste nun das Risiko erhöhen und schnell den Abschluss suchen. Dies spielte natürlich den Gästen in die Karten, denn die unvorbereiteten Würfe fanden meist in Reik ihre Endstation.
Am Ende siegten die Gäste in einer schwachen Landesligapartie nicht unverdient mit 31:28 und nahmen so die für den TSVO eigentlich überlebenswichtigen Punkte mit unter den Hohenstaufen. Für Owen wird es jetzt wohl kein besinnliches Weihnachtsfest, das man mit ziemlicher Sicherheit auf dem letzten Platz feiern wird. Denn mit der Tendenz der vergangenen Wochen kann man wohl auch beim TEAM Esslingen in 14 Tagen nicht viel holen.jb
TSV Owen: Langlinderer, U. Raichle – Bäuchle (2), Mosca (2), H. Raichle (2), Kerner, Schmid (8/4), Krüger, Martin (6/1), Bauer (3), Thum (3), Büchele (2)
TS Göppingen: Hornung, Reik – Mühleis, Rupp (9/4), Dangel (5), Kaumann (6), Holzmayer (3), Bidlingmaier, Pistorius (2), Tremmel (2), Scheel (3), Kauer, Weiss (1)
Schiedsrichter: Kai König und Thomas Leykauf (TV Flein / TSV Biberach)
