Weilheim. Obwohl die Limburgstädter alles andere als gut da stehen, findet Trainer Alexander Hübbe lobende Worte für seine Mannschaft: „Von der Einstellung her haben es meine Spieler nicht verdient, abzusteigen.“ Obwohl nicht mehr viele an den Klassenerhalt des TSV Weilheim glauben, gibt Hübbe die Hoffnung nicht auf: „Im Fußball kann so viel passieren.“ Die gute Trainingsarbeit macht optimistisch: „Meine Jungs geben immer Gas und wollen das fast Unmögliche noch möglich machen.“
Natürlich laufen die Planungen unter der Limburg auch in Richtung Bezirksliga. Bis auf Pascal Hartmann (geht in der kommenden Saison zum Ligakontrahenten TSV Bad Boll) hat noch kein Spieler Wechselabsichten geäußert. „Dass der eine oder andere sich seine Gedanken macht, ist doch klar“, meint Hübbe. Für Weilheims Coach wäre es in seiner 35-Jährigen Trainerlaufbahn der dritte Abstieg. Die restlichen vier Spiele machen wenig Hoffnung. Der TSV Weilheim muss noch dreimal auswärts antreten (FC Germania Bargau, SF Dorfmerkingen, SV Hoffeld) und spielt am 21. Mai gegen den TSV Bad Boll nur noch einmal auf eigenem Platz.
Es liegt klar auf der Hand: Wollen die Limburgstädter ihre minimale Chance noch nutzen, müssen in diesen vier Begegnungen mindestens neun Punkte geholt werden. Dass er in der Landesliga mithalten kann, hat der Aufsteiger in dieser Saison schon häufiger bewiesen. Dies ist mit ein Verdienst von Nico Ruggiero. Der 22-Jährige war fast in jeden Spiel dabei und gilt als die fleißige Arbeitsbiene im Weilheimer Mittelfeld. „Auf Nico ist immer Verlass, der rackert und läuft sich für seine Mannschaft die Hacken ab“, meint Hübbe.
Sollte der TSV Weilheim den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten müssen, dürfte es nicht an der Qualität oder Einstellung der Mannschaft gelegen haben. Zahllose knapp verlorene Spiele zeigen: Zu Erfolg im Fußball gehört auch das nötige Glück. Vor allem in der Vorrunde wurden die Torchancen zu leichtfertig vergeben. Nach einem tollen Rückrundenstart (drei Siege in Folge mit dem kompletten Kader) folgte beim TSV Regglisweiler eine 0:3-Niederlage. In den folgenden Spielen musste Hübbe gleich auf fünf Leistungsträger verzichten. Dies war nicht zu kompensieren wie die weitere Bilanz zeigt: In den nächsten sechs Partien gab es mit dem 4:3 gegen den SV Hoffeld nur einen Sieg. Hinzu kam, dass Kai Hörsting, der Toptorjäger der vergangenen Jahre, nach seiner schweren Verletzung bisher in keinem einzigen Spiel von Beginn an auf dem Platz stand. Es gibt viele Gründe, warum der TSV Weilheim zum Saisonende auf einem Abstiegsplatz in der Landesliga steht. „Wenn nur ein Stück vom Glück zurück kommt“, sagt Hübbe, „dann haben wir noch eine Chance.“me
