Weilheim verliert in Weilimdorf zwei wichtige Punkte und drei Feldspieler nach Platzverweis
Die Roten sehen rot

Auch beim Tabellenvorletzten TSV Weilimdorf hat es Fußball-Landesligist TSV Weilheim nicht geschafft, drei Punkte zu holen. In einer wenig ansehnlichen Partie trennten sich beide Mannschaften mit 1:1 (0:0). Die Limburgstädter beendeten das Spiel nach drei Platzverweisen mit nur sieben Feldspielern.

Weilimdorf. War es der Frust über die alles andere als guten Vorstellungen in den vergangenen Wochen oder die Enttäuschung, dass es diesmal wieder nicht lief? Durch drei Platzverweise brachte sich der TSV Weilheim gestern in Weilimdorf unnötig selbst in Schwierigkeiten. Gegen einen Gegner, der sicherlich nicht zu den stärksten Teams der Liga zählt. Auch mit der kompletten Elf konnte der TSV Weilheim in der ersten Halbzeit wenig überzeugen. Im ersten Spielabschnitt gab es nur eine nennenswerte Einschussmöglichkeit für die Gäste. Nach einem Eckball von Michele Latte ging der Kopfball von Lennart Zaglauer an die Querlatte (30.). Ansonsten überboten sich beide Mannschaften an Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor. Auch die Gastgeber hatten nur eine Möglichkeit durch einen Schuss von Cesur Sevimli, der nur knapp am Weilheimer Gehäuse vorbei ging (38.). Es war aber auch nicht einfach für beide Teams, auf dem holprigen Rasenplatz ein gutes Kombinationsspiel aufzuziehen.

Noch vor dem Seitenwechsel sah der Weilheimer Emrah Polat nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. Der ehemalige VfL-Kicker regte sich mächtig über diese harte Entscheidung auf. Es war Polats zweites Foulspiel bis zu diesem Zeitpunkt in der Begegnung. Es kam noch schlimmer für den TSV: Im zweiten Durchgang sah auch Daniel Heisig, nachdem er sich zu sehr über eine Schiedsrichterentscheidung geärgert hatte, die Gelb-Rote Karte (53.). Nach diesen beiden Hinausstellungen zeigte der Rest der Mannschaft ein ganz anderes Gesicht. Es wurde jetzt mehr in die Zweikämpfe gegangen und um jeden Zentimeter Boden gekämpft. Dies war wenige Minuten später sogar von Erfolg gekrönt, denn Kai Hörsting gelang mit einem beherzten Weitschuss aus 20 Metern die überraschende 1:0-Führung (60.).

In der Folgezeit bemühten sich die Gastgeber in Überzahl, dem Spiel eine Wende zu geben, aber auf dem alles andere als gut bespielbaren Rasenplatz war dies nicht einfach. Zudem wurde es für die Gastgeber nun schwer, gegen die gut stehende Weilheimer Hintermannschaft ein Durchkommen zu finden. Erst in der Schlussphase, als bei den Weilheimern merklich die Kräfte nachließen, erspielten sich die Gastgeber ein deutliches Übergewicht und hatten durch Savas Kara die beste Chance, als dieser das Leder an die Unterkante der Latte köpfte (81.).

Als Schiedsrichter Martin Adelsberger vier Minuten Nachspielzeit anzeigte, nahm das Weilheimer Schicksal seinen Lauf. Nach einem überharten Einsteigen von Martin Kirschmann zeigte der Referee dem Weilheimer Innenverteidiger, diesmal zu Recht, die Rote Karte (90.+1). Die Unsicherheit in der Weilheimer Mannschaft nutzten die Hausherren danach gnadenlos aus. Andre Pires besorgte in der Nachspielzeit den 1:1 Ausgleich (90.+2). Die Limburgstädter verlieren dadurch wichtige Punkte im Kampf um die ersten beiden Tabellenplätze.me

TSV Weilimdorf: Demirel – Weimer, Sprenger, G. Cömert, B. Cömert (72. Härle) – Kara, Christ (72. Kücükcolak), Müller (64. Tsehaye), Woldezion – Sevimli, Pires.

TSV Weilheim: Uttikal – Gabriel, Strohmaier, Kirschmann, Heisig – Zaglauer, (55. Großhans), Latte (68. Schweizer), Elsässer, Polat – Hummel (46. Uluköyli) Hörsting.

Tore: 0:1 Hörsting (60.), 1:1 Pires (90.+2).

Gelbe Karten: Woldezion, Kara, Sprenger – Heisig, Polat, Hummel, Strohmaier.

Gelbe Rote Karten: Polat (43.), Heisig (52.)

Rote Karte: Kirschmann (90.+1/grobes Foulspiel)

Zuschauer: 150