Für die drei Kirchheimer Bezirksliga-Teams stellen sich morgen am 13. Spieltag drei entscheidende Fragen: Kann die AC Catania mit einem Sieg in Berkheim den Abstiegsplatz verlassen? Ist der TSV Jesingen in Frickenhausen in der Lage, seinen „Lauf“ fortzusetzen? Nimmt sich das übrige VfL-Team gegen Salach ein Beispiel an den Glanztaten seines Torwarts Niko Nagel, der zuletzt gegen Türkspor als Elfmeterkiller und Elfmeterheld brillierte? „Yes we can“, würde ein ehemaliger US-Präsident sagen.
Der VfL Kirchheim hatte beim 1:1 in Nürtingen nach verschlafener erster Halbzeit gezeigt, dass er dazu in der Lage ist – und nun auch gewillt ist, in der Partie beim TSV Berkheim den Abstand zur unteren Tabellenhälfte zu vergrößern. „Das wäre der richtige Schritt in die richtige Richtung“, hofft Trainer Felix Lache. Allerdings droht der Ausfall seines besten Torschützen. Meksud Colic (bisher sechs Treffer) hat sich den kleinen Finger gebrochen. Fraglich, ob er mit Schiene oder gar nicht spielen kann. Lache: „Geht’s nicht, müssen wir seinen Ausfall im Kollektiv auffangen.“ Die TSG Salach, Mannschaft des einstigen VfB-Profis Michael Oelkuch, hat erst 15 Tore geschossen und ist seit fünf Spielen ohne Sieg.
TSVJ ohne Kapitän
Von einem positiven Trend kann der Jesinger Spielertrainer Ferdi Er berichten: „Die Mannschaft hat sich zusammengefunden. Wir sind seit Wochen gut drauf – gute Stimmung, gute Körpersprache, ein ganz anderes Auftreten als am Anfang.“ Mit dem neuen Selbstbewusstsein und dem Torriecher der Shalaj-Brüder (Argjend sechs, Adonis fünf Tore) müsste nach dem Unentschieden gegen Ebersbach auch beim Tabellenfünften FC Frickenhausen (zuletzt drei Mal ohne Sieg) etwas Zählbares zu holen sei. Allerdings fehlt mit Kapitän Timo Mader (Geschäftsreise) der Taktgeber im Mittelfeld.
Schlusslicht TSV Berkheim erwartet den Vorletzten – die AC Catania – zum Kellerduell. Warum diese beiden Mannschaften hinten stehen, offenbart sich rasch bei einem Blick auf die Torbilanz. Kirchheim hat schon 31 Tore kassiert, Berkheim sogar 38. „Da waren viele Leichtsinnsfehler dabei. Die müssen wir unbedingt abstellen, wenn wir da unten rauskommen wollen“, meint Co-Trainer Daniele Attorre vor dem ersten Wiedersehen der sonntäglichen Kontrahenten nach 13 Jahren, damals auch in der Bezirksliga – Ergebnis 4:3 damals für Berkheim.
Zwei, die wohl nicht zum Marsch ins Tabellenmittelfeld beitragen können, sind Marco D’Onofrio (krank) und Torwart Kevin Dravetz (Nerv eingeklemmt). Für ihn wird der junge Thore Reiser auf den Fildern versuchen, den Catania-Kasten sauber zu halten.

