Kirchheim. „Wir spielen jetzt mit diesem Team drei Jahre in der Landesligaspitze mit – jetzt wird es Zeit, mehr zu machen.“ Die Aussage von Coach Pasko Tomic ist so eindeutig wie fordernd – im siebten Jahr in der Landesliga soll das erklärte Ziel Oberliga endlich erreicht werden. Und dafür werden neue Maßnahmen ergriffen: Mit der Verpflichtung von Ex-Profi Paul Howard riskiert die Basketball-Abteilung erstmals auch finanziell etwas. Und machte aus dem Mitfavoriten über Nacht den heißesten Titelkandidaten. In dieser Woche gelang sogar ein weiterer Coup: Mit Marsel Sibinovic konnte ein verlorener Sohn aus Göppingen zurückgeholt werden, der dort die vergangenen anderthalb Jahre im Regionalligateam spielte. Ob die bürokratischen Hürden des Vereinswechsels bis zum Spielbeginn am Sonntag um 16 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte überwunden werden können, liegt allerdings allein bei der TS Göppingen – deren Zweite ebenfalls um den Aufstieg mitspielt.
Sowieso ist die Landesliga derzeit spannend wie nie. Gleich vier Teams stehen mit 14 Punkten ganz vorne: Kirchheim (14:2), Ravensburg (14:2), Holzgerlingen (14:4) und Göppingen (14:4). Es ist klar, dass da jedes Spiel innerhalb des Quartetts doppelt zählt. Nicht nur deswegen hat Tomic Respekt: „Ravensburg ist ein alter Bekannter mit einer ungewöhnlichen Spielweise. Vor allem in der Verteidigung sind sie sehr stark.“ Die beiden besten Scorer, Dominik Fischer (19,1 Punkte pro Spiel) und Damir Kovacevic (14,2) gilt es zu kontrollieren, ansonsten setzt Tomic auf seine gut besetzte Bank: „Mit Paul und Marsel haben wir nun eine sehr hohe Qualität bis zur Position neun.“ Das lässt sich auch in Zahlen belegen: Mit Howard (22,5 Punkte pro Spiel), Simon Zimmermann (16,9), Manuel Ivanovic (15,4), Dominik Eberle (12,7) und Cveti Bozic (10,7) hat der VfL gleich fünf Spieler, die konstant zweistellig punkten – und mit Chris Reza (7,9), Chris Schraml (6,2), Denis Nakov (5,6) und Matti Beck (5,2) weitere vier Akteure, die das an einem guten Tag ebenfalls schaffen können.
Abseits aller Statistik weiß Tomic auch: „Am Ende entscheidet die Tagesform.“ Und damit die passt, hat er sein Team seit dem 2. Januar mit sechs Einheiten auf Trab gebracht. „Wir haben gut trainiert, jetzt wollen wir es in der eigenen Hand behalten“, sagt der ehemalige Champions-League-Sieger. Der Eintritt am Sonntag ist übrigens frei.ut
