München. Im Duell um die Goldmedaille des ISSF-Weltpokals hielten die Zuschauer im Finale den Atem an: Die acht weltweit besten Luftpistoleschützen traten gegeneinander an.
Sieger wurde schließlich der für den TSV Ötlingen in der Bundesliga startende türkische Nationalmannschaftsschütze Yusuf Dikec mit 687,3 Ringen.
136 Schützen traten in den zwei Durchgängen des Vorkampfes an. Mit sechs hervorragenden Serien (99, 97, 99, 95, 99 97) und dem Gesamtergebnis von 586 Ringen schaffte Dikec Platz eins. Mit ihm zogen die serbischen Schützen Andrija Zlatic und Damir Mikec sowie der Koreaner Lee, der Slowake Kopp, der Russe Koulakov, der Armenier Bakhtamyan und der Franzose Lapeyre in das Finale ein. Dikec hatte aus dem Vorkampf einen Zwei-Ringe-Vorsprung gegenüber Zlatic in das Finale mitgebracht – früh zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Goldmedaille zwischen den beiden ab.
Am Ende hatte der 39-jährige Ötlinger Bundesliga-Schütze und Weltranglistenzwölfte mit 687,3 Ringen das Duell für sich entschieden – eine Genugtuung für ihn: Noch nie vorher hatte er eine ISSF-Weltpokal-Medaille gewonnen. Seit 2001 hatte er immer wieder vergebens versucht, einen Platz unter den ersten drei zu erringen. Sein bestes Ergebnis war ihm 2007 mit dem sechsten Platz in Sydney geglückt. Die Silbermedaille in München gewann der WM-Zweite Andrija Zlatic, der mit dem höchsten Finalergebnis (102,9 Ringe) und der Gesamtleistung von 686,9 Ringen auf das Treppchen stieg. Die Bronzemedaille ging mit 684,3 Ringen an den Koreaner Lee.
Alle Weltcupsieger dieses Jahres sowie der amtierende Weltmeister Tomoyuki Matsuda (Japan) und der Gesamtsieger des letztjährigen Weltcupfinales, Mauro Badaracchi (Italien), treffen sich im September in Warschau zum abschließenden Weltcupfinale. Mit Dikec und Badaracchi sind damit gleich zwei Ötlinger Schützen bei dieser finalen Entscheidung des Jahres 2011 vertreten.
