Weilheims Landesliga-Fußballern gelingt im Abstiegskampf ein 4:3-Sieg über den SV Hoffeld
Dramatik pur im Lindachstadion

Einen im Abstiegskampf wichtigen 4:3 (2:0)-Sieg über den Mitkonkurrenten SV Hoffeld feierte Fußball-Landesligist TSV Weilheim am Ostermontag. In einer an Dramatik nicht zu überbietenden Partie musste die Elf von Trainer Alexander Hübbe bis zum Schlusspfiff ­zittern.

Weilheim. Es fehlte nicht viel, und die Limburgstädter hätten erneut einen Nackenschlag kassiert: In der zweiten Minute der Nachspielzeit ging ein abgefälschter Freistoß von Hoffelds Luka Maric nur knapp am Weilheimer Gehäuse vorbei – das 4:4 lag in der Luft. Überhaupt überschlugen sich in der Schlussphase die Ereignisse. Zunächst erzielte Deni Kalfic nach toller Vorarbeit von Kai Hörsting das 4:2 (78.) und die Limburgstädter sahen schon fast wie die sicheren Sieger aus. Doch die Hoffelder gaben nie auf und kamen durch Marc Brodbeck noch zum 4:3-Anschlusstreffer (87.). Danach machte sich der TSV Weilheim das Leben selber schwer: Beste Chancen wurden nicht verwertet. Zunächst scheiterte der eingewechselte Marvin Kreck an Torwart Thomas Bindek (89.), dann konnte auch Deni Kalfic den Gästekeeper nicht überwinden (90.). Bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Stefan Junginger durfte in Weilheim gestern gezittert werden.

Was nicht nötig gewesen wäre, denn die Hübbe-Elf erspielte sich gleich dreimal in der Partie einen Zwei-Tore-Vorsprung (2:0, 3:1, 4:2). Nach einer schwachen Anfangsphase gelang dem TSV Weilheim mit der ersten Möglichkeit die 1:0-Führung – der erste Treffer nach 516 erfolglosen Spielminuten. Verantwortlich für den Befreiungsschlag war Nicolo Incorvaia. Der Goalgetter der zweiten Weilheimer Mannschaft (18 Saisontore) ließ mit einem Flachschuss dem Hoffelder Torhüter keine Abwehrmöglichkeit (26.). Nur kurze Zeit später nutzte erneut Incorvaia eine Unsicherheit in der Gästeabwehr und bedankte sich mit seinem zweiten Treffer zum 2:0 (32.). Ein Ärgernis für Gäste-Trainer Stefan Minkwitz, der es so sah: „Wir haben den TSV Weilheim zum Toreschießen eingeladen.“

In der zweiten Halbzeit kam der SV Hoffeld durch einen Kopfball von Marc Brodbeck zum nicht unverdienten 2:1-Anschlusstreffer (55.). Die Limburgstädter zeigten sich jetzt ziemlich geschockt: wenige Minuten später lag der Ausgleich in der Luft, als TSVW-Keeper Bastian Treiber einen Schuss von Marc Brodbeck parieren musste (63.). Nach seiner Einwechslung bewies der wiedergenesene Stürmer Kai Hörsting, wie wichtig er im Abstiegskampf sein kann. Hörsting war nur sechs Minuten auf dem Platz, da erzielte er nach toller Vorarbeit von Pascal Hartmann das 3:1 (69.). Die Freude über die erneute Zwei-Tore-Führung war von kurzer Dauer. Drei Minuten später verkürzte Michael Schorer mit einer sehenswerten Direktabnahme auf 3:2 (72.).

In der Schlussphase boten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Der TSV Weilheim suchte jetzt die Entscheidung, und der SV Hoffeld wollte zumindest noch einen Zähler mit nach Hause nehmen.

Am Schluss hatte der TSV Weilheim das glücklichere Ende für sich – Trainer Alexander Hübbe atmete spürbar auf. „Die Einstellung stimmte heute, und das war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte er.me