​2:1 in Echterdingen zementiert Platz zwei
Eigentor macht Weilheim happy

Ein Eigentor bescherte dem TSV Weilheim den zweiten Sieg in diesem Jahr. In einer hart umkämpften Partie kamen die Limburgstädter zu einem 2:1 (0:0) Auswärtserfolg beim TV Echterdingen. Damit festigte die Elf von Trainer Alexander Hübbe den zweiten Tabellenplatz in der Fußball-Landesliga.

Leinfelden-Echterdingen. Am Ende konnte der TSV Weilheim froh sein, dieses Spiel überhaupt gewonnen zu haben. „Das war einfach zu wenig, was wir nach dem Seitenwechsel geboten haben“, ärgerte sich Alexander Hübbe. Nach dem 0:1-Rückstand ging ein Ruck durch die Weilheimer Mannschaft. Dazu hatte der eingewechselte Felix Hummel großen Anteil. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung legte Hummel das Leder mustergültig quer und Marcel Mettang hatte keine Mühe den Ball aus kürzester Entfernung zum 1:1-Ausgleich über die Torlinie zu drücken (79.). Nur wenige Augenblicke später köpfte Kai Hörsting das Leder an den Torpfosten, und der Echterdinger Abwehrspieler Marc Brodbeck lenkte den Ball unglücklich zum 1:2 ins eigene Tor (80.).

Damit drehten die Limburgstädter das Spiel innerhalb von nicht einmal einer Spielminute. Zum Ärger von Echterdingens Trainer Aleksandar Kalic: „Das erste Gegentor dürfen wir so nicht kriegen.“ Seine Mannschaft machte vor allem in der zweiten Halbzeit ein recht gutes Spiel und ging durch einen Kopfballtreffer von Timo Seiler zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient mit 1:0 in Führung (63.). Danach wurden die Limburgstädter deutlich stärker und hätten schon kurz danach nach einer schönen Einzelleistung von Marcel Mettang den Ausgleich erzielen können, doch Mettang scheiterte an Echterdingens Schlussmann Serdar Kurt (69.). „Unser Sieg war völlig verdient. Wir haben nach der Halbzeit bis zum 0:1-Rückstand viel zu viel quer gespielt und keinen Druck mehr aufgebaut“, sagte Hübbe nach der Partie.

Das sah in der ersten Halbzeit noch ganz anders aus. Die Limburgstädter präsentierten sich im ersten Spielabschnitt wie eine echte Spitzenmannschaft der Landesliga und ließen Ball und Gegner laufen. Das einzige was es zu bemängeln gab: Die sich bietenden Einschussmöglichkeiten wurden zu leichtfertig vergeben. Nach wenigen Spielminuten scheiterte Kai Hörsting völlig frei vor dem Tor nach schöner Vorarbeit von Michele Latte (14.). Kurze Zeit später war erneut Latte der Vorlagengeber, doch diesmal köpfte Yücel Uluköyli das Leder um Zentimeter vorbei (19.). In dieser Phase lag die Weilheimer Führung förmlich in der Luft.

Danach verflachte das Spiel etwas. Kurz vor der Halbzeitpause hatten Kai Hörsting (37.) und Michael Zimmermann (43.) die Möglichkeiten das Führungstor zu erzielen. Fast mit dem Halbzeitpfiff dann die erste Chance für den TV Echterdingen durch einen Kopfball von David Hertel, den der Weilheimer Mittelfeldspieler Carmelo Scaffidi gerade noch für seinen geschlagenen Torwart Hannes Ihring von der Torlinie köpfte (45.).

Obwohl die Limburgstädter im zweiten Durchgang alles andere als souverän wirkten, ging der Erfolg über die gesamte Spielzeit gesehen vollkommen in Ordnung. Dies meinte auch der Weilheimer Abwehrspieler Andreas Elsässer: „Wir haben heute sicherlich nicht gut gespielt. Was letztendlich zählt ist das Ergebnis.“me

TV Echterdingen: Kurt – Rizzo, Haselmaier, Brodbeck, Franco Garcia – Kroer (89. Blessing), Seiler, Hertel, Di Leone (86. Ayoub), Manafis (79. Kassaye) – D’Elia.

TSV Weilheim: Ihring – Gabriel (69. Strohmaier), Edelmann, Kirschmann, Elsässer – Mettang, Scaffidi, Zimmermann, Uluköyli (75. Hummel). – Latte (68. Tausch), Hörsting.

Tore: 1:0 Seiler (63.), 1:1 Mettang (79.), 1:2 Eigentor Brodbeck (80.).

Gelbe Karten: Kroer, Seiler – Tausch, Latte

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Ralf Lalka (Schönaich)