Lokalsport
Ein neuer Partner ist nicht in Sicht

Nach dem Rückzug der Sparkasse ist das gleichnamige Hallenmeeting in der Schleyerhalle seit vergangenem Jahr Geschichte. Der ehemals Verantwortliche, Andreas Kroll von der in.Stuttgart-Veranstaltungsgesellschaft, sieht‘s immer noch mit einem weinenden Auge.

Am Freitag steigt ein Top-Meeting in Düsseldorf, am Sonntag in Karlsruhe. Wie sehr schmerzt es, dass heuer zum ersten Mal seit 25 Jahren kein Leichtathletikevent in Stuttgart stattfindet?
Mich persönlich schmerzt das sehr, da ich die Veranstaltung in Stuttgart seit 1988 begleitet hatte. Es war ein Highlight, das nun im Veranstaltungskalender einfach fehlt.

Nachfolger als Nummer eins der Meetingrangliste dürfte das PSD Bank Meeting in Düsseldorf werden. Was macht man am Rhein anders als am Neckar?
Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die in Düsseldorf geleistet wird, aber das Meeting dort muss erst mal auf die Tradition des Sparkassencups kommen, das war schließlich viele Male das weltbeste Meeting. Aber ohne einen potenten Partner ist das eben nicht mehr möglich.

Die Sparkasse begründete ihren Rückzug unter anderem mit der schlechten Vermarktungsmöglichkeit der Leichtathletik. Sehen Sie‘s genauso?
Leichtathletik zu vermarkten ist schwer, in der Halle noch schwerer. Grundsätzlich will ich das aber nicht als Ausrede gelten lassen, dafür haben wir auch eine gewisse Sättigung bei den Zuschauern festgestellt, was Leichtathletik angeht.

Wäre es mit finanziell abgespecktem Rahmen nicht möglich gewesen, attraktive Leichtathletik in Stuttgart zu präsentieren?
Schlichtweg nein. Wenn man jahrelang ein derart hohes Niveau anbietet, kann man nicht plötzlich mit einem 1-B-Programm weitermachen. Außerdem hat die Schleyerhalle eine Dimension, die mit Weltklasse-Leichtathletik gefüllt werden muss, schließlich sind die Zuschauer zu verwöhnt, was Topleistungen angeht.

Ist es Ihrer Meinung nach ausgeschlossen, dass eines Tages wieder ein hochkarätiges Hallenmeeting in Stuttgart stattfinden wird?
Es ist nicht ausgeschlossen, wenn ein Partner auftaucht, der voll dahinter steht. Der ist momentan allerdings nicht in Sicht und Gespräche in diese Richtung werden von uns auch nicht geführt.