Owen. Der Spielverlauf war sinnbildlich für die gesamte Spielrunde. Auf der einen Seite Nachlässigkeiten in der Abwehr und vergebene Chancen zuhauf, auf der anderen Seite Ballgewinne die durch schnelle Gegenstöße in Tore umgemünzt wurden. Schlussendlich stand am Ende die Punkteteilung.
Dabei tat sich Owen in der haftmittelfreien Gemeindehalle in Hohenacker von Anfang an schwer. Zwar konnte man noch den ersten Treffer zum 1:0 verbuchen, doch danach waren die Hausherren am Drücker. Mit geduldigem Spiel waren sie immer wieder über den Kreis oder die Außenpositionen erfolgreich. Als der SSV einen Konter erfolgreich zum 8:4 abschloss, baten Christoph Winkler und Holger Kiedaisch zur Auszeit – zu lethargisch war das Owener Spiel. Doch auch weiterhin lief der TSV nur hinterher. Neben eigenen Unzulänglichkeiten griffen auch die beiden Unparteiischen zusehends in die Partie ein. Mit fragwürdigen Zeitstrafen für den TSV Owen sorgten sie für Aufregung auf den Rängen.
Hohenacker konnte die Überzahl zu weiteren Toren nutzen. Nach dem 5:9 dann die kleine Überraschung auf der Owener Bank. Christoph Winkler streifte im letzten Spiel noch einmal selbst das Trikot über und übernahm im Rückraum das Kommando. Sein erster Treffer brachte den Anschluss und danach gelang ihm sogar noch ein Kempa-Treffer zum 9:9-Ausgleich. In den letzten Sekunden war dann das Glück wieder auf Seiten der Hausherren. Ein Schlagwurf fand mit dem Abpfiff den Weg durch die gelb-schwarze Abwehr und führte so zum 10:11-Halbzeitstand.
Auch direkt nach dem Wechsel war das Bild kaum verändert. Beide Mannschaften suchten den Abschluss aus der Nahdistanz und hatten sichtlichen Respekt vor einem Distanzwurf mit dem rutschigen Leder. Beim 13:15 lag Hohenacker wieder mit zwei Treffern in Front. Dann legte Owen plötzlich den Schalter um. Der starke Uwe Raichle im TSV-Tor konnte mehrere Bälle parieren und seine Mitspieler leiteten daraus ihr schnelles Konterspiel ein. Sebastian Martin und Raphael Schmid drehten bis zum 19:15 das Blatt. Doch genauso plötzlich war die Owener Offensive auch wieder verpufft.
Einen starken Auftritt in der Schlussphase hatte Rechtsaußen Tobias Bäuchle. Er nutze zwei Chancen eiskalt. Doch auch die 22:21-Führung 90 Sekunden vor Spielende reichte Owen nicht. Hohenacker war im Zweikampf erfolgreich und konnte ausgleichen. Den Owener Gegenzug stoppten die Schiedsrichter – ein willkürlicher Pfiff gegen Christoph Winkler brachte die Hausherren in Ballbesitz. Als deren Spieler dann beim Konter in Jörn Lehmann stolperte, musste dieser zu allem Überfluss auch noch mit einer Roten Karte vom Feld. Am Ende fiel die Zeitstrafenbilanz in der weitgehend fairen Partie mit 10:2 deutlich zu Ungunsten des TSV aus. Immerhin konnte der SSV die verbleibenden neun Sekunden nicht mehr zum Torerfolg nutzen.br
