Es gibt die Paralympics für Athletinnen und Athleten, die sich auf internationaler Bühne messen. Freizeitsportler mit Handicap dagegen stehen häufig nur am Rande. Bei der Radsportnacht am Samstag war das anders. Die Veranstaltung gemeinsam mit Special Olympics im Rahmenprogramm des Kirchheimer Rennens feierte Premiere und setzte ein Zeichen für Inklusion im Breitensport: Miteinander statt nebeneinander. Für Claudia Geiger, nationale Radsport-Koordinatorin bei Special Olympics Deutschland sind solche Termine von großer Bedeutung: „Mittendrin zu sein, zu zeigen, dass sie sportlich was draufhaben, ist für unsere Sportlerinnen und Sportler enorm wichtig“, sagt sie. „Leider gibt es immer noch viel zu wenig Veranstaltungen dieser Art.“
Immerhin: Eine Neuauflage im nächsten Jahr in Kirchheim ist bereits in Aussicht gestellt und auch von oberster Stelle kam viel Zuspruch: Rainer Wieland, seit zwei Jahren neuer Regionalpräsident, zeigt sich dem Thema gegenüber offen. Wieland war am Samstag Gast an der Strecke in Kirchheim. Der Verband Region Stuttgart ist gemeinsam mit der Landeshauptstadt einer der wichtigsten Förderer des Radsports in Württemberg. Eine Viertelmillion Euro aus der Verbandskasse fließen jährlich in Radsportveranstaltungen zwischen Alb und Neckar.

