Heubach. Das Kirchheimer Ziel, einen Pokal mit nach Hause zu nehmen, war angesichts der Vielzahl an württembergischen Kaderkämpferinnen hoch gesteckt. Denise Allgaier ging in der Klasse bis 48 Kilo gegen Linda Maas (KSV Esslingen) durch einen Hüftwurf in Führung. Jetzt musste ihre Gegnerin ihre Taktik ändern und auf Angriff übergehen. Die Kirchheimerin verteidigte gut und schaffte zwei weitere Körperwürfe, für die sie sechs Punkte erhielt. Maas konterte und versuchte am Boden über einen Armstreckhebel den Kampf zu entscheiden. Doch Allgaier wehrte die Angriffe geschickt ab und beendete den Kampf mit einem Haltegriff vorzeitig. Mit einem Schulterwurf gegen ihre Viertelfinal-Gegnerin Nadine König vom KJC Ravensburg zog die VfL-Athletin in die Runde der letzten vier ein.
Ihre Vereinskollegin Marie Fieweger setzte sich trotz anfänglicher Schwierigkeiten zunächst gegen Angelina Spanagel von Gold Blau Stuttgart durch. Gegen Aisha Hahne (JSV Tübingen) musste sie anschließend fast über die komplette Kampfzeit gehen. Erst kurz vor Schluss gelang ihr mit einem kraftvoll und technisch brillant ausgeführten Schulterwurf der Einzug ins Viertelfinale. Dort bezwang sie mit Janina Geyer vom KSV Esslingen eine Gegnerin, gegen die sie schon mehrfach gewonnen hatte.
Nach dem erneuten Halbfinaleinzug sah man sich im VfL-Lager jeweils mit einem Bein schon im Finale. Schließlich warteten dort mit Linda Maas und Aisha Hahne Gegnerinnen, die in beiden Fällen in der Vorrunde bereits geschlagen wurden. Doch diesmal kam es anders: Maas stellte sich gegen Marie Fieweger geschickt an und rettete einen knappen Vorsprung taktisch klug über die Zeit. Denise Allgaier schien von diesem unerwarteten Kampfverlauf bei ihrer Kollegin beeindruckt. Bereits nach 15 Sekunden war gegen Aisha Hahne der Traum vom Finale geplatzt. kd
