Bundesliga-Endrunde: Erneut scheitern die Ötlinger Luftpistole-Schützen am SV Kriftel – Badaracchi ist nicht zu ersetzen
Endstation Viertelfinale

Aus der Traum von dem einer Medaille: In der Bundesliga-Endrunde scheiterte die Ötlinger Luftpistole-Mannschaft bereits im ersten Wettkampf. Mit 1:4 unterlagen sie dem Norddritten SV Kriftel im Viertelfinale deutlich.

Paderborn. Im Sportzentrum am Paderborner Maspernplatz platzten die Ötlinger Medaillenhoffnungen schon früh: Erneut war der SV Kriftel Endstation im Viertelfinale. Ohne die unabkömmlichen Mannschaftsstars Mauro Badaracchi (EM-Vorbereitung) und Yusuf Dikec (türkische Meisterschaft) gab es eine bittere 1:4-Abfuhr.

Sah es zu Beginn des Duells danach aus, als wenn die TSVÖ-Schützen ihren Gegner kontrollieren könnten, so wurde im Verlauf der Begegnung die Stärke des Tabellendritten der Bundesliga Nord immer mehr deutlich. Der an Nummer eins aufgestellte Leo Braun konnte dem Krifteler Christian Reitz, einem der derzeit besten Luftpistolen-Schützen, nie Paroli bieten. Reitz startete mit einer 99er-Serie, wonach Braun bereits mit sieben Ringen in Rückstand geriet und schließlich 375:380 unterlag.

Patrik Lengerer konnte mit seinen 375 Ringen auch nicht für den TSVÖ punkten. Sein Gegner Dominik Sänger lieferte ein Topergebnis ab (385) und gewann hochverdient. Auch der an Position drei aufgestellte Jörg Kobarg lag von Beginn an aussichtslos gegen Dirk Heinen zurück. Mit sehr schwachen 363:376 Ringen gab er diesen dritten Punkt an Kriftel ab. Das 0:3 - damit war die geplante Revanche für die Niederlage im Viertelfinale des letzten Jahres bereits geplatzt.

Markus Geipel an Position 4 und Stefan Scharpf (5) führten bis zur letzten Serie. Geipel konnte seinen Vorsprung schließlich halten und besiegte Thomas van der Burg mit 371:362 Ringen. Scharpf brach in der letzten Serie gewaltig ein, beendete diese mit sehr schwachen 84 Ringen und verlor seinen Wettkampf mit 363:369.

Die Verantwortlichen des TSVÖ wollen diese erneute Niederlage gegen Kriftel nun analysieren und versuchen, ein Rezept zu finden, künftig auch gegen vermeintlich schwache Gegner zu bestehen. In Paderborn hat sich wieder einmal gezeigt, dass sich die Ötlinger Luftpistolenschützen ernsthafte Gedanken machen müssen, wie sie in Zukunft das Fehlen der ausländischen Schützen kompensieren können, wollen sie in der Spitze der Bundesliga mithalten.

Derweil gelang der Schützengilde Waldenburg durch einen 3:2-Erfolg gegen den SV Kriftel im Finale am Sonntag zum dritten Mal hintereinander, deutscher Mannschaftsmeister zu werden und gewann insgesamt zum sechsten Mal. Damit sind die Baden-Württemberger nun alleiniger Rekordmeister. Dritter in Paderborn wurde der SV Kelheim-Gmünd.ww