Ausfälle der Knights in Nürnberg nicht zu kompensieren
Erwartbar chancenlos

Am Ende sah es weniger schlimm aus, als lange zu befürchten war: Mit 86:97 unterlagen Kirchheims Basketballer in der Pro A am Samstag Tabellennachbar Nürnberg, nachdem sie zwischenzeitlich mit 26 Punkten in Rückstand gelegen hatten. Auch deshalb, weil ein Ex-Kirchheimer bärenstark war: Ahmad Smith war mit 16 Assists der Mann des Tages.

Nürnberg. Ohne Max Rockmann und Bryan Smithson standen die Knights vom Start weg auf verlorenem Posten. Einzig im Schlussviertel, das mit 33:19 klar an die Kirchheimer ging, gelang es nochmals Boden gut zu machen, ohne jedoch eine reale Chance zu haben, das Spiel noch zu drehen. Kirchheimer Topscorer war Ben Beran mit 17 Punkten. Durch die Niederlage rutschen die Knights wieder aus den Play-off-Rängen und stehen nun auf Platz neun.

Die erste schlechte Nachricht gab es bereits vor der Abreise. Max Rockmann meldete sich für das Spiel ab, nachdem lange gehofft wurde, dass zumindest er nach seiner im Spiel gegen Essen erlittenen Verletzung an Rücken und Sprunggelenk wieder dabei sein würde. Da Point-Guard Bryan Smithson weiterhin aus familiären Gründen in den USA ist, mussten die Knights mit einer kleineren Rotation antreten. Dadurch rückten Radi Tomasevic und Tavares Speaks in die Stammformation.

Die Knights wollten den Kampf annehmen, doch Nürnberg kam sofort ins Rollen und hatte mit Ahmad Smith den Mann des Spiels in den eigenen Reihen. 13 Punkte, neun Rebounds und unglaubliche 16 Assists legte der Amerikaner auf. Im Anfangsviertel profitierten davon vor allem Bingo Merriex und Cornelius Adler. Der zuletzt verletzte Adler stand nach überstandenen Achillessehnenproblemen in der Startfünf und hatte ordentlich Zielwasser getrunken. Die Ritter versuchten dagegenzuhalten, erarbeiteten sich zwar gute Wurfpositionen, hatten im Abschluss allerdings weniger Erfolg als der Gegner. Vor allem DJ Byrd erwischte einen schlechten Tag. Nur zwei seiner neun Dreierversuche fanden das Ziel.

Trainer Ignjatovic reagierte und brachte früh Mike Baumer, der versuchte, Ordnung und Struktur in den Kirchheimer Angriff zu bringen. Doch Nürnberg fand auf alles die passende Antwort. Zumeist eingeleitet durch Ahmad Smith. Mit einem für die Gäste deprimierenden 33:52 ging es in die Halbzeitpause. Ignjatovic änderte mehrfach die Defensivtaktik, doch auch er fand kein Mittel, die Nürnberger wirksam zu bremsen. In der Offensive schlossen die Ritter immer früher ab, mit begrenztem Erfolg.

Die Partie schien früh entschieden. Beim Stand von 53:78 hatten die Kirchheimer Fans ihre Mannschaft bereits aufgegeben. Nürnberg schaltete einen Gang zurück und wurde beinahe noch dafür bestraft. Ignjatovic gab nun seinen Jungspunden Mike Baumer und Ivan Buntic die Chance – und die nutzten sie. Von Minute zu Minute wurden die Ritter aggressiver in der Verteidigung und erzwangen einen Ballgewinn nach dem anderen. Dies führte zu schnellen Punkten und Nürnberg musste reagieren. Benjamin Travnizek setzte wieder auf seine Startformation, die mit dem Spiel eigentlich schon abgeschlossen hatte. Knapp vier Minuten vor Schluss, betrug der Rückstand 14 Punkte. Zwei erfolgreiche Dreier von Chavis und Adler beendeten die Kirchheimer Aufholjagd.

Durch den zeitgleichen Sieg Gothas gegen Cuxhaven rutschen die Ritter auf Platz neun. Am kommenden Wochenende ist die Mannschaft aus Chemnitz zu Gast in der Sporthalle Stadtmitte. Spielbeginn ist am Samstag um 19.30 Uhr.cs