Kirchheim. Zum erstenmal in dieser Saison ist die SGEH auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. „Wie viele Matchbälle brauchen wir denn noch“, ärgert sich SGEH-Abteilungsleiter Frank Zintgraf. Die Mannschaft konnte in den letzten beiden Spielen eine Führung jeweils nicht über die Zeit retten. Bei der 2:3-Niederlage in Grötzingen reichte gar ein Zwei-Tore-Polster nicht aus.
Doch bei fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz wirft auf der Berghalbinsel noch keiner die Flinte ins Korn. „Wir haben es immer noch selbst in der Hand“, sagt Zintgraf, der der Mannschaft zutraut, dass sie in der Lage ist, die restlichen vier Spiele zu gewinnen. „Wir sind selber Schuld“, nimmt er kein Blatt vor den Mund. „Wenn ich nur die vier Begegnungen zweimal gegen den TV Unterboihingen, Catania oder letzten Sonntag gegen den TSV Grötzingen sehe, könnten wir locker elf Punkte mehr haben“, sagt Zintgraf.
Gegen den VfL Kirchheim II kann Trainer Pedro Pereira immerhin wieder auf seinen Abwehrchef Florian Laderer zurück greifen, der nach einer Roten Karte für vier Begegnungen gesperrt war. Dies stimmt Pereira optimistisch: „Florian ist einfach nicht zu ersetzen, er gibt unserer Abwehr wieder den nötigen Halt.“
Dies wird auch wichtig sein, denn VfL-Trainer Stefan Haußmann will die restlichen vier Spiele gewinnen. Nach der überraschenden Punkteteilung der beiden führenden Teams SC Geislingen (1:1 gegen den AC Catania Kirchheim) und dem TSV Köngen (0:0 beim FTSV Kuchen) haben es die Teckstädter wieder selbst in der Hand, den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz zu schaffen, denn am vorletzten Spieltag stehen sich der TSV Köngen und der SC Geislingen direkt gegenüber.
Catania-Spielertrainer Cesare D’Agostino hat es schon angedeutet, dass sich seine Mannschaft gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel leichter tut. Gerade deshalb wird die Aufgabe gegen den TSV Grötzingen ungleich schwerer. Schon in der Vorrunde gab es für den AC aus Kirchheim eine 2:4-Niederlage. Großen Anteil am Erfolg des Aufsteigers hat sicherlich Michel Forzano, dem in den letzten beiden Spielen vier Tore gelangen und der mit 19 Saisontreffern die Torschützenliste in der Bezirksliga anführt.
Der SC Geislingen hingegen läuft nach nur einem Punkt aus den letzten beiden Spielen Gefahr, seinen ersten Tabellenplatz noch zu verlieren. Deshalb muss beim TV Unterboihingen unbedingt gewonnen werden. Mit zwölf Siegen und nur einem Unentschieden ist der TSV Köngen die beste Heimmannschaft der Liga. Aufgrund dieser Tatsache ist der Tabellenzweite gegen den Tabellenfünften GSV Dürnau sicherlich in der Favoritenrolle. Seit dem achten Spieltag steht der VfB Oberesslingen/Zell auf einem Abstiegsplatz. Mit einem Heimsieg gegen den TSV Harthausen bestünde die Chance auf den Relegationsplatz.
Für den VfB Reichenbach besteht nach nur zwei Punkten aus den letzten vier Spielen die große Gefahr, noch weiter in den Abstiegsstrudel zu geraten. Beim Tabellenvierten FV 09 Nürtingen geht es darum, die Negativserie zu beenden. Mit einem Heimerfolg gegen den FTSV Kuchen könnte der TSV Neckartailfingen endgültig den Klassenerhalt perfekt machen. Zwischen dem FV Neuhausen und dem 1. FC Heiningen geht es sprichwörtlich nur noch um die „goldene Ananas.“
