Kirchheim. Die Luftpistolenschützen des TSV Ötlingen stehen in ihrer 16. Bundesligasaison vor einer großen Herausforderung. Durch den Weggang von Leo Braun zum Aufsteiger HSG München ist der Kader für die Bundesliga geschrumpft. Dennoch peilen die Ötlinger auch in diesem Jahr die Teilnahme an der Finalrunde an. „Wir wollen bereits in Fürth den Grundstein dafür legen“, sagt TSV-Abteilungsleiter Joachim Poppek.
Wie bereits in den vergangenen Jahren vertrauen die Rübholz-Pistoleros auf eine erfahrene Mannschaft. Mit Mauro Badaracchi (Europameister 2010, Vize-Europameister 2009 und Gesamt-Worldcup-Sieger 2010) und Yusuf Dikec, dem türkische Nationalmannschaftsschützen und Olympiateilnehmer in London, stehen dem TSVÖ auch in dieser Saison zwei Weltklasseschützen zur Verfügung. Mit Patrik Lengerer, Achim Rieger, Markus Geipel, Jörg Kobarg und Stefan Scharpf stehen weitere Top-Schützen in den Startlöchern.
Erster Gegner der Ötlinger am Samstag sind die Schützen der SSG Dynamit Fürth um Olympiateilnehmerin Claudia Verdicchio-Krause und die dänischen Nationalmannschaftsschützin Susanne Meyerhoff. Am Sonntag kommt es dann zur Top-Begegnung des Wochenendes, wenn der TSVÖ den deutschen Meister SGi Waldenburg fordert. Die Waldenburger haben mit zwölf nominierten Bundesligaschützen das zahlenmäßig größte Aufgebot der Liga. Wen aus ihrem Top-Kader sie gegen die Ötlinger aufstellen werden, bleibt jedoch abzuwarten.
Mauro Badaracchi rangiert beim TSVÖ mit einem Durchschnitt von 382,00 Ringen aus der vergangenen Saison auf Position zwei, während Yusuf Dikec mit 385,20 Ringen den ersten Platz in der Setzliste belegt. Mit 376,86 Ringen folgt Patrik Lengerer vor Jörg Kobarg (376,00), Markus Geipel (372,14), Achim Rieger (367,50) und Stefan Scharpf (362,00). Wer in Fürth schießen darf, wird wie bei allen anderen Mannschaften kurzfristig entschieden. Nachdem die Ötlinger im vergangenen Jahr die Teilnahme an den Finalwettkämpfen erreicht hatten, wollen sie gleich zu Beginn der neuen Saison zeigen, dass sie diese Leistung wiederholen oder gar noch toppen können. „Wir hoffen, dass die Leistung unserer gesamten Mannschaft das widerspiegelt, was die Setzliste derzeit aussagt. Dann können wir zu bekannter Stärke zurückkommen und die Teilnahme an den Finalkämpfen der Bundesliga positiv angehen“, so Poppek.
Mit großem Interesse werden alle Schützen und Schießsportbegeisterten die Wettkämpfe der Parallelveranstaltung in Kelheim-Gmünd verfolgen. Von besonderem Interesse wird hier der Einstand der HSG München in ihrem ersten Bundesligajahr sein – die Bayern haben sich mit den Heise-Brüdern Michael und Andreas sowie mit Leo Braun, Tobias Heider und Arben Kucana erheblich verstärkt.
