Basketball
Failenschmid und Aydinoglu verlassen Kirchheim

Die Knights vermelden den Abgang der beiden deutschen Leistungsträger nach Ulm und Braunschweig.

Nil Failenschmid und Gian Aydinoglu verlassen die Knights. Foto: Nina Sander
Nil Failenschmid und Gian Aydinoglu verlassen die Knights. Foto: Nina Sander

Seit 2016, angefangen in einer der vielen Grundschul-AGs, spielte Nil Failenschmid in Kirchheim Basketball. Entdeckt vom damaligen AG-Übungsleiter Uli Tangl, erkannten diverse Jugendtrainer früh das Potenzial des schlaksigen und großgewachsenen Forwards. Neben den physischen Attributen waren es das Spielverständnis, der hohe Basketball-IQ, die Teamfähigkeit, Führungsmentalität und die Arbeitseinstellung, die von Jahr zu Jahr wuchsen. Mit 16 folgte dann der Schritt unter Igor Perovic zu den Profis der Knights. Behutsam wurde Failenschmid entwickelt, bis er zu einem Schlüsselspieler im System des Kirchheimer Trainers gereift war.

Bevor der angestrebte Wechsel ans College erfolgen sollte, stand der letzte geplante Schritt auf dem Plan. Doch wie so oft im Profigeschäft wurden auch andere auf das Potenzial des 2,04 Meter großen Deutsch-Spaniers aufmerksam – so wie Bundesligist ratiopharm Ulm, dem sich Failenschmid nun anschließt. „Nil hat sich hervorragend entwickelt und wir wünschen ihm das Beste für seine Karriere. Klar schmerzt uns die Entscheidung, aber wir können sie natürlich nachvollziehen“, so Knights-Sportchef Chris Schmidt. In der vergangenen Spielzeit erzielte Failenschmid 4,5 Punkte bei bemerkenswerten Wurfquoten von 58 Prozent Zweiern und 42 Prozent Dreiern.

Ebenfalls in die BBL wechseln wird Gian Aydinoglu, den es nach eineinhalb Jahren zu den Löwen Braunschweig zieht. „Ich wurde in den letzten Wochen oft gefragt, wer für mich der entscheidende Spieler auf dem Weg zur Vizemeisterschaft war, und meine Antwort war immer Gian“, so Schmidt, „Als wir nach sechs Spieltagen am Tabellenende standen, war für uns die Frage, wem wir Verantwortung übergeben. Er ist vorangegangen, hat uns angetrieben und das Team zusammengehalten. Ein Führungsspieler, wie man ihn sich wünscht. Aus meiner Sicht stand er vor einer wichtigen Saison, weshalb ich ihm geraten hatte, in Kirchheim zu bleiben, aber bei dem Angebot war es extrem schwer, nein zu sagen. Er hat unglaubliches Potenzial“, lobt Schmidt den 23-Jährigen, der in der abgelaufenen Saison 4,6 Punkte pro Partie besorgte.pm