Handball-Landesliga: Lenningen verliert in Bregenz
Fan-Orchester hilft den SG-Frauen nicht

Die Lenninger Handballfrauen haben das „Länderspiel“ der Landesliga in Bregenz trotz Fan-Orchester-Unterstützung mit 27:33 (12:17) verloren.

Bregenz. Obwohl die SG mit maximalem Aufwand wie Fanbus und musikalischer Begleitung zum Auswärtsspiel nach Bregenz gereist war, wurde es nichts mit den erhofften zwei Pluspunkten. Am Ende stand eine 27:33 Niederlage zu Buche, da das Team – auch personell geschwächt – nicht an die guten Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen konnte.

Durch das Fehlen von Jana Fiegenbaum, Larissa Blocher und Pia Schweikert musste Coach Bruno Rieke auf drei Stützen der Mannschaft beim schweren Auswärtsspiel in Bregenz verzichten. Lena Austen wurde erwartungsgemäß kurz gedeckt, wovon sich die Mannschaft in der Anfangsphase nicht beirren lies. Mit schnellen Kontern durch Saskia Schweikert und Susi Schilling sowie einfachen Rückraumtreffern von Lena Austen konnte sich die SG Mitte der ersten Halbzeit bis zum 8:4 absetzen, auch weil die Gastgeberinnen zu Beginn der Partie etwas nervös und überhastet agierten.

Die frühe Auszeit der Bregenzer brachte diese wieder ins Spiel, und bei der SG zeigte sich die sonst so gut positionierte Abwehr viel zu statisch. Bregenz war in dieser Phase über schnelle Konter oder über die Rechtsaußen-Position erfolgreich. Auch für die einfachen von der linken Seite angezogenen Wechsel auf die Mitte fand die SG kein Mittel.

Die SG war zu diesem Zeitpunkt in der Defensive viel zu passiv. Auch im Angriff waren die Lenninger mit diversen Fehlwürfen und Abspielfehlern unkonzentriert unterwegs. So bauten die Gastgeber ihre Führung über 12:10 bis zum Halbzeitstand von 17:12 aus.

Diesen fünf Toren rannte die SG in der gesamten Restspielzeit hinterher, ohne den Abstand merklich verringern zu können. Dazu fehlte an diesem Tag einfach eine überdurchschnittliche Leistung sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Die mitgereiste Musikgruppe aus Nabern unterstützte jeden Angriff der SG mit lautstarker Blasmusik, aber auch dies konnte an diesem Abend keinen zusätzlichen Schub für die Mannschaft bewirken.

In der zweiten Hälfte stand bei der SG Lena Beckel zwischen den Pfosten, die einige Bälle inklusive einem Strafwurf parierte. Das Spiel der SG war aber nach wie vor nicht effektiv genug, die Bregenzer dagegen mit der besseren Chancenverwertung und einfachen Kontertoren oder Abschlüssen über die Kreisposition. Mitte der zweiten Hälfte machte sich dann der mittlerweile sieben Tore betragende Vorsprung der Bregenzer Damen in Frust und Nachlässigkeiten der SG Mannschaft bemerkbar. Neben einigen berechtigten Zeitstrafen wegen Meckerns zeigten die Schweizer Unparteiischen jedoch keinerlei Fingerspitzengefühl im Spielgeschehen. So hatte die SG am Schluss 15 Zeitstrafen und zwei rote Karten auf dem Konto – Bregenz erhielt lediglich vier Zeitstrafen in der gesamten Spielzeit. Damit war die SG in der letzten Viertelstunde ständig in Unterzahl und hatte keine Chance mehr die Partie noch wesentlich zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

„Es wäre auch ohne die Zeitstrafen schwer geworden, das Ruder noch herumzureißen“, so die Meinung von Coach Rieke nach Spielende. Bei der anschließenden Heimfahrt im Bus war dann auch der Ärger schnell verfolgen und es herrschte beste Stimmung. Kommendes Wochenende hat die SG spielfrei, bevor es am 17. Februar zum anspruchsvollen Auswärtsspiel nach Hofen geht.rs

Bregenz: Novotna (3), Köllemann (1), Künz, Lukowicz, Bereiter (2), Grabher S. (3), Wolff, Deuring (10/1), Aleksic (11/2) Grabscher C. (3)

SG: Kullen, Beckel – Schmid, Austen (9/1), Ringelspacher (1), Emmenegger (2), Dangel (1), Klein, Schilling (6), Luxenhofer (1), S. Schweikert (7)