Owener Handballern gelingt 32:21-Sieg
Fast im Schongang: Schnaken stechen nicht

Die Handballer des TSV Owen haben ihr Bezirksliga-Auswärtsspiel beim punktlosen Tabellenletzten TSV Zisishausen II deutlich mit 32:21 (15:10) gewonnen. Ein glanzvoller Auftritt war es freilich nicht, sondern eher die Erfüllung einer lästigen Pflichtaufgabe.

Nürtingen. Bezirksliga-Aufsteiger TSV Zisishausen II stellte an diesem Abend keine große Gefahr für Landesliga-Absteiger TSV Owen dar. Die Gastgeber konnten lediglich bis zum 3:3 mithalten. Bezeichnend für die zeitweise fast überforderten Gastgeber: Alle drei TSVZ-Treffer zu Beginn waren Strafwürfe. Nach sieben Minuten hatte Owen das Spiel vollends im Griff. Bis auf 9:3 konnten sich Schmid und Co. absetzen. Vor allem Jan Stark und Fabrizio Mosca zeigten sich in der ersten Spielviertelstunde sehr treffsicher. Dann fiel auch das erste Tor aus dem Spiel heraus für die „kleinen Schnaken“. Owen hatte die Partie trotzdem völlig im Griff, ohne jedoch zu überzeugen. Die Gastgeber waren einfach zu schwach, um den TSVO vor größere Probleme zu stellen. Im Schongang bauten die Teckstädter ihren Vorsprung bis auf 13:5 aus.

Dann schlich sich Bruder Leichtfuß ins Owener Spiel ein. In der Defensive agierten die Teckstädter nun zu zaghaft, und im Angriff wurden Chancen fahrlässig ausgelassen. So konnten die Gastgeber bis zum Seitenwechsel auf fünf Tore verkürzen. In der Kabine forderte Owens Coach Mitranic lautstark mehr Konzentration von seinen Mannen. Denn mit den letzten zehn Minuten im ersten Abschnitt konnte der Kroate keinesfalls zufrieden sein. Seine Unzufriedenheit ließ Mitranic dann auch noch an den beiden nicht immer souverän wirkenden Schiedsrichterinnen aus und kassierte kurz vor dem Seitenwechsel noch eine Verwarnung.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild. Owen hatte die Partie zwar weitgehend im Griff, konnte aber die Überlegenheit nicht in Tore umwandeln. So war es kein Wunder, dass die Gastgeber den Rückstand in Grenzen halten konnten. Owen glänzte zunächst weiter nur im Auslassen bester Torchancen. Nach knapp 40 Minuten fand Owen wieder besser ins Spiel und zog binnen weniger Minuten auf sieben Tore davon. Zuvor gab es eine Schrecksekunde: Sebastian Martin landete mit dem Fuß auf dem Schuh eines Gegenspielers und ging zu Boden. Martin konnte fortan nicht mehr eingesetzt werden. Doch seine Mitspieler übten jetzt mehr Druck auf die Abwehr der Gastgeber aus. Die Teckstädter bauten den Vorsprung auf 25:14 aus und hatten somit bereits nach knapp 45 Minuten praktisch für die Entscheidung gesorgt.

Owen hielt den Vorsprung bis zum Schlusspfiff bei konstant elf Toren. Am Ende stand ein deutlicher 32:21-Erfolg auf der Anzeigetafel der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Halle. Die Herzogstädter haben damit ihre Pflichtaufgabe vor dem kommenden Heimspiel gegen den verlustpunktfreien TSV Dettingen/Erms erfüllt. Gegen Dettingen müssen sie jedoch eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, denn sonst wird man gegen den Aufstiegsmitfavoriten aus dem Ermstal sicherlich keinen Blumentopf gewinnen.jb

TSV Zizishausen II: Orlic, Smykalla – Hauber (1), Brodbeck (12/6), Scholz (2) Riempp (1), Eker (1), Klaric (1), Günzel, Zimmermann (1), Scholz, Baumann (1), Heberling (2)

TSV Owen: Langlinderer, Raichle – Stark (3), Busch (1), S. Martin (3/1), Schmid (3) Bauer (5), Mosca (8), Fischer (1), H. Raichle (3), Jauss (1), Kupferschmid (4)

Schiedsrichter: Reiners /Wiume (Deizisau/Hegensberg-Liebersbronn).