Luftpistole-Bundesliga: Ötlinger bleiben Tabellenfünfter – Badaracchi im Pech: Seine Waffe kommt nicht an
Final-Vorstoß weiter fraglich

Sieg und Niederlage für die Luftpistole-Mannschaft des TSV Ötlingen. Im Bundesliga-Heimkampf in der Sporthalle Mitte gab es sowohl einen 3:2-Erfolg über HSG München als auch ein 2:3 gegen den SV Kehlheim-Gmünd. Der Sprung in die Top vier der Süd-Tabelle wurde verpasst.

Kirchheim. In einem an Spannung nicht zu übertreffenden Wettkampf behielten die Rübholzer am Samstag mit 3:2 gegen den Aufsteiger HSG München die Oberhand. Die mit Weltklasseschützen gespickten Bajuwaren galten als leichter Favorit. Der für München startende amerikanische Olympiadritte von Peking, Jason Turner, zeigte von Beginn an seine Dominanz gegen Patrik Lengerer. Obwohl der Ötlinger mit Serien von 94 und 96 Ringen sehr gut begann, konnte er den Siegeszug von Jason Turner nicht aufhalten. Am Ende hieß es 387:379 für den Münchener. Ganz anders gestaltete sich die Begegnung des Ötlingers Markus Geipel auf Position zwei gegen den Ex-Ötlinger Leo Braun. Der konnte seine in den ersten Wettkämpfen dieser Saison gezeigten guten Leistungen in Kirchheim nicht wiederholen. Zwei sehr gute 96er- und zwei 93er-Serien von Geipel reichten aus, um Braun den Schneid abzukaufen. Das Endergebnis lautete 378:373 für den Ötlinger.

Dagegen scheint Mauro Badaracchi in dieser Saison das Pech an den Füßen zu kleben. Wiederum traf den italienischen Weltklasseschützen in Ötlinger Diensten ein Missgeschick. Seine in Italien für den Hinflug nach Stuttgart aufgegebene Luftpistole erreichte den Zielflughafen nicht. Wie im Wettkampf gegen Ludwigsburg musste Badaracchi mit einer Ersatzwaffe in die zwei so wichtigen Wettkämpfe gehen. Gegen den albanischen Weltklasseschützen mit deutschem Pass, Arben Kucana, hatte Badaracchi mit der Ersatzwaffe keine Chance. Fast erwartungsgemäß unterlag er dem Münchener (383) mit für ihn ungewohnten 365 Ringen. In den Paarungen auf den Positionen vier und fünf wechselten die Führungen ständig. Spannend machte es Achim Rieger gegen Andreas Heise auf Position fünf. Von Beginn an konnte Rieger seinen knappen Vorsprung verteidigen und siegte knapp mit 374:373. Hatte Jörg Kobarg auf der vierten Position gegen Tobias Heise nach 20 Schuss noch zwei Ringe weniger auf seinem Konto, so ging er bis vor dem letzten Schuss mit einem Ring in Führung. Atemlose Stille herrschte in der Halle, als der als Letzter auf den Ständen stehende Kobarg seine Waffe zum entscheidenden Schuss hob. Als die Zehn auf der Anzeige erschien, brandete riesiger Jubel bei den Ötlingern und seinen Anhängern auf. Damit war der Ötlinger 3:2-Sieg perfekt – ein Auftakt nach Maß.

In der ersten Begegnung hatten die Schützen des SV Kelheim-Gmünd die bis dato ohne Punkte dastehende SSG Dynamit Fürth deutlich mit 4:1 besiegt. Am Sonntagvormittag verloren die Fürther gegen die HSG München 2:3 – damit stehen sie weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.

Die Ötlinger Schützen traten anschließend in der Spitzenbegegnung des Wochenendes gegen den Tabellenzweiten den SV Kehlheim-Gmünd in der gehabten Besetzung an. Gegen die mehrfache Olympiateilnehmerin Munkhbayar Dorjsuren hatte Patrik Lengerer einen schweren Stand. Nach der Hälfte der 40-Schuss-Distanz lag er mit einem Ring im Hintertreffen. Die Kelheimerin ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und gewann mit 380:378 Ringen. Markus Geipel konnte auf Position zwei die von ihm am Vortag gezeigte gute Leistung nicht wiederholen. Gegen den wie entfesselt startenden Manuel Heilgemeier – 99 und 94 Ringe in den ersten zwei Durchgängen – waren seine 91 und 90 Ringe nicht das, was man erhoffte. Am Ende unterlag er Heilgemeier mit 369:378. Wie am Samstag kam Mauro Badaracchi mit der Ersatzwaffe nicht zurecht. Am Ende musste er sich Christoph Schultheiß mit 374:384 Ringen geschlagen geben. Das Duell zwischen Jörg Kobarg und Sebastian Rosner stand auf des Messers Schneide. Zwei Ringe Vorsprung nach zwei Serien reichten am Ende zum Punktgewinn für Ötlingen. Kobarg gewann mit 378:374. Achim Rieger hatte es mit Tobias Piechaczek zu tun. Mit guten 375 Ringen hielt er den Kelheimer (369) nieder. Damit stand der 3:2-Sieg der in dieser Saison weiter ungeschlagenen Kelheimer fest.

Die Ötlinger Sportschützen brauchen als Fünftplatzierte nunmehr Siege am 6. und 7. Januar in den beiden letzten Begegnungen gegen Altheim-Waldhausen und Weil am Rhein, um sich noch für die Finalwettkämpfe im Februar zu qualifizieren.ww