Weilheimer Kicker erwarten den SC Geislingen – Schweizer trifft alte Bekannte
Folgt die Retourkutsche?

Der Höhenflug des TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga wurde mit der 0:2-Pleite beim Tabellenzweiten SF Dorfmerkingen fürs Erste beendet. Am morgigen Freitag können die Limburgstädter mit einem Heimsieg über den SC Geislingen verlorenes Terrain jedoch postwendend wieder zurückgewinnen (Spielbeginn um 19 Uhr). Es ist das Duell des Tabellenvierten gegen den Neunten.

Weilheim. Nach vier Spielen ohne Niederlage kassierte der TSV Weilheim am vergangenen Sonntag bei den SF Dorf­merkingen die dritte Saisonniederlage. Wie die Mannschaft diese Niederlage verkraftet hat, wird sich im Freitag-Heimspiel gegen den SC Geislingen weisen. Im heimischen Lindachstadion erwies sich die Elf von Trainer Alexander Hübbe in der bisherigen Runde als unbezwingbar. In bisher fünf absolvierten Heimspielen gab es keine Heimniederlage. Nur dem TSV Münster gelang es mit einem 2:2, einen Zähler zu entführen.

Der Weilheimer Neuzugang Michael Schweizer freut sich besonders auf das Duell gegen seinen ehemaligen Verein. Erst kurz vor der Wechselfrist hatte sich der 26-Jährige entschieden, zum Ligakontrahenten zu wechseln. Am Wechsel hatte auch der neue TSV-Hauptsponsor Rudi Lechner großen Anteil. „Ich arbeite jetzt in seiner Firma“, sagt Schweizer. Die Verantwortlichen beim SC Geislingen waren über Schweizers kurzfristige Entscheidung natürlich enttäuscht, denn mit ihm verloren sie einen wichtigen Leistungsträger. Insgesamt fünf Jahre lang spielte der Mittelfeldspieler für den SC Geislingen und ist im Eybachtal immer noch ein gern gesehener Gast. Im letzten SCG-Heimspiel (2:0 gegen den VfR Aalen II) weilte Schweizer unter den Zuschauern und wurde hinterher zum gemeinsamen Essen mit der Mannschaft eingeladen. „Immer wenn es die Zeit erlaubt, schaue ich mir Spiele des SC Geislingen an“, sagt er. Sein Herz hängt noch immer am SCG.

Mittlerweile fühlt sich der 26-Jährige aber auch beim TSV Weilheim pudelwohl. „Die Kameradschaft könnte nicht besser sein.“ Nur mit seinen bisher gezeigten Leistungen ist Schweizer nicht ganz einverstanden: „Ich habe in elf Spielen erst ein Tor erzielt“, jammert er. Dafür ist er der beste Vorbereiter des Teams. Sein einziges Tor erzielte er am 25. August beim 1:0-Sieg gegen den TV Echter­dingen, und nun erhofft sich Schweizer, dass gegen seine Ex-Mannschaft bei ihm der Knoten platzt. „Es wäre toll, wenn ich mit einem Tor für den Sieg sorgen könnte“, sagt er. Zum Bruderduell kommt es nicht, denn sein Zwillingsbruder Markus zog sich vor einigen Wochen einen Bänderriss zu und fällt beim SC Geislingen noch eine Weile aus. Zum Leidwesen von Trainer Andreas Strehle: „Markus ist ein sehr wichtiger Spieler in unserer Mannschaft“, sagt der.

Nach einem äußerst schlechten Saisonstart mit einer 1:6-Niederlage beim TSV Bad Boll und einem 1:7 gegen den FC Germania Bargau haben sich die Geislinger mittlerweile einigermaßen gefangen. Aus den letzten acht Spielen konnten 15 Zähler geholt werden, und die Mannschaft hat sich ins Mittelfeld vorgearbeitet. Nach den Abgängen von Matej Bogdanovic, Pietro De Lucia und Schweizer wurde der Kader ausschließlich mit jungen Spielern aufgefüllt. „Das Durchschnittsalter unserer Mannschaft beträgt 22,5 Jahre“, informiert Strehle. Trotz allem ist der Geislinger Trainer von der Leistungsstärke seiner Mannschaft überzeugt: „Unser Ziel ist es, am Ende der Saison im oberen Tabellendrittel zu stehen.“me