Basketball-Oberliga: Konstanzer Sieg in Kirchheim
Freiwurf-Drama 
besiegelt VfL-Pleite

Zur Abwechslung haben die Oberliga-Basketballer des VfL Kirchheim am Sonntag eher deutlich verloren. Gegen den TV Konstanz war beim 62:75 nichts zu holen.

Kirchheim. Dabei hatte es im ersten Viertel noch gut für den gastgebenden Tabellenletzten ausgesehen: Manuel Ivanovic (21) legte los wie die Feuerwehr, der 17-jährige Constantin Munz rechtfertigte seine erstmalige Nominierung für die ersten fünf, und auch Chris Schraml (20) traf. So führte das Team von Coach Pasko Tomic nach den ersten zehn Minuten 24:15 – und das gegen die nur mit acht Spielern angetretenen Konstanzer.

Doch die zeigten im zweiten Viertel, wie eingespielt sie im Angriff und wie aggressiv sie in der Abwehr sein können. Nach dem 28:18 (12.) kam der VfL damit gar nicht zurecht – die Gäste legten einen 18:2-Lauf hin. Das Spiel war gedreht, zur Pause lag der VfL 32:36 hinten.

Doch dass es Charakter hat, konnte das junge Kirchheimer Team auch diesmal beweisen. Trotz eines 0:7-Starts in die zweite Hälfte – 32:43, 24. Minute – ließ sich keiner hängen. Nun erzielte Kiri Engonidis seinen ersten Oberliga-Feldkorb, und endlich markierte auch Shkelzen Bek­teshi, der seit seinem Abschied von den Knights doch einiges an Spielstärke verloren hat, seine ersten Punkte des Sonntags. Das war die Ini­tialzündung, und kurz vor Ende des dritten Viertels war der Tabellenletzte gegen den Dritten wieder im Geschäft – 50:53. Doch Konstanz traf noch drei von vier Freiwürfen und ging mit einem 56:50-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dort erhöhte He­berlein auf 58:50, ehe das Kirchheimer Freiwurf-Drama begann. Cveti Bozic und Bekteshi verwarfen sechsmal nacheinander von der Wohltätigkeitslinie. Der VfL blieb, auch dadurch, aber weil man auch wieder überhastete Würfe nahm, fünf Minuten ohne jeden Korberfolg, und so war das Spiel beim 50:64 (35.) entschieden. Bekteshi traf in den letzten zwei Minuten zwar noch zwei Dreier und zwei von drei Freiwürfen, aber das waren „Garbage-Punkte“, Zähler für den Müll.

Tomic war nach dem 62:75 ziemlich ernüchtert: „Eigentlich sind wir noch gut weggekommen. Konstanz hat uns gezeigt, wo wir stehen. Die trainieren viermal die Woche alle zusammen, die machen unheimlich viel Druck, die spielen extrem schnell. Im Prinzip haben sie uns überrannt, waren stärker, schneller, besser.“

Allerdings kann man darüber spekulieren, was gewesen wäre, wenn die Kirchheimer die Freiwürfe getroffen hätten. Eine Bilanz von 12:26 (Konstanz zum Vergleich 18:28) ist in diesem Zusammenhang richtiggehend erschreckend. Aber auch das hat mit dem Training zu tun: Die beiden, die am wenigsten trainieren können, trafen auch am schlechtesten: Bozic 0:6 und Bekteshi 2:7.ut

VfL Kirchheim: Beck, Bekteshi (10/2), C. Bozic (12), Eberle (4), Engonidis (2), Ivanovic (15), Munz (11), Schraml (8/2)