Lokalsport
Friedlich, schiedlich im Spitzenspielspielstenogramm

Kirchheim. Mit dem dritten Unentschieden in Folge hat Tischtennis-Verbandsligist VfL Kirchheim die Saison 2014/15 beendet. Beim 8:8 in der LUG-Halle wackelte der Tabellenzweite TTC Bietigheim-Bissingen II zwar heftig, doch das Duell um die Vizemeisterschaft und die damit verbundenen Relegations-Aufstiegsspiele hatten die Teckstädter praktisch bereits vorher verloren: Um doch noch Platz zwei zu erreichen, hätten sie 9:2 gewinnen müssen. Utopisch.

In Fachkreisen wird gemunkelt, dass der TTC in der kommenden Saison komplett umstrukturiert wird. Die Hoffnung unter den VfL-Verantwortlichen, dass die Drittliga-Reserve daher vielleicht mit einer geschwächten Mannschaft anreisen würde, wurde im Keim erstickt: Mit dem wieder genesenen Oliver Herbrik (Schulteroperation) erschienen die Gäste unverhofft sogar in Bestformation zum Spitzenspiel.

In den Doppeln (2:1) ergaben sich zunächst keine Überraschungen. In den Einzeln zeigte der ehemalige VfL-Spieler Momcilo Bojic seine ganze Routine, obwohl Michael Klyeisen mit kluger Taktik kurz vor einer Liga-Sensation stand. Einen ebenfalls heißen Kampf boten Simon Geßner und Oliver Herbrik – dieses Mal entschied der Kirchheimer den Entscheidungssatz. Im mittleren Paarkreuz hatte Benjamin Sabo wenig Probleme mit dem nicht konzentriert wirkenden Dierolf, während Christian Übelhör gegen Daniel Herbrik verlor. Ihrer leichten Favoritenrolle wurden Patrick Strauch und Klaus Hummel im hinteren Paarkreuz gerecht – bei Halbzeit führte Kirchheim 6:3.

Nach Bojics zweitem Einzelsieg (gegen Geßner) fand Klyeisen kein Rezept gegen Herbrik und unterlag. In seinem vorerst letzten VfL-Spiel musste der in den bayrischen Verband wechselnde Sabo passen, sodass die Gäste zum 6:6 ausglichen. Beim Stand von 8:7 hatten Klyeisen/Übelhör Matchbälle – das Spiel ging dann aber noch verloren, sodass Momcilo Bojic mit vier Siegen zum Spieler des Tages avancierte.kh