Mountainbike: Saisonvorbereitung läuft gut
Fumic feiert ersten Sieg seit drei Jahren

Mountainbike-Profi Manuel Fumic hat beim zweiten Lauf zur nationalen italienischen Mountainbike-Serie „Internazionali d’Italia“ seinen ersten Sieg seit der Deutschen Meisterschaft 2008 gefeiert und damit als erster Deutscher in der Geschichte der Serie das Führungstrikot übernommen.

Sirmione. Fumic war ohne besonderen Leistungsdruck in das Rennen am Rande der historischen Altstadt von Sirmione am südlichen Gardasee gegangen: „Mein Fokus ist auf den erste Weltcup in Südafrika in sechs Wochen gerichtet. Bis dahin will ich Rennhärte sammeln.“

Doch fast hätte ihm sein eigener Team-Kollege einen Strich durch die Rechnung gemacht: Gemeinsam mit dem italienischen Meister Marco Aurelio Fontana hatte sich Fumic bereits vom Start weg vom über 150 Mann starken und durchaus auf hohem internationalen Niveau besetzten Starterfeld abgesetzt. Nach seinem Sattelbruch musste er ihn zunächst ziehen lassen, doch durch einen schnellen Wechsel der Sattelstütze konnte sich Fumic noch vor den Verfolgern ins Feld einsortieren, der Kontakt zu Fontana aber war zunächst verloren.

Zwei Runden vor Schluss aber musste Fontana mit einem abgerissenen Schaltwerk aufgeben: Trotz des komfortablen Vorsprungs, den beinahe sicheren Sieg vor Augen, kämpfte Fumic weiter um jeden Meter: „Ich wollte die Rennhärte trainieren, also fuhr ich so, als würde ich unmittelbar gejagt.“ Am Ende betrug Fumics Vorsprung auf den Zweitplatzierten 1,33 Minuten. Zusammen mit dem siebten Platz vom vergangenen Wochenende in Massa Marittima konnte Fumic damit nach dem Rennen auf dem durch den Regen sehr rutschigen Kurs auch die Gesamtwertung und damit das Führungstrikot übernehmen: „Das waren heute überhaupt nicht meine Bedingungen“, so Fumic nach dem Rennen, „umso mehr freut es mich, dass ich meine Qualitäten, die ich bei trockenem Wetter habe, offensichtlich auch bei so schlechtem Wetter ausweiten konnte.“

Bis zum Weltcup-Auftakt in Pietermaritzburg am 23. April wird Fumic noch die Rennen in Schaan (Lichtenstein), Nals (Italien) und Münsingen bestreiten. „Das sind natürlich alles Durchlaufposten im Hinblick auf den Weltcup. Aber natürlich ist so ein Sieg gut für die Motivation, vor allem im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation.“ Gemeinsam mit Milatz will Fumic drei Startplätze für Deutschland holen: „Da sind die Weltrang-listen-Punkte, die wir beide bei den beiden Rennen in Italien eingefahren haben, schon sehr wichtig. Wir puschen uns gegenseitig und wir freuen uns gemeinsam über die Erfolge des anderen, auch wenn wir für unterschiedliche Teams fahren.“

Lob fand Fumic auch für die ungewöhnliche Strecke in der Altstadt von Sirmione: „Die Strecke war sehr technisch, mit viel rauf und runter. Wenn gutes Wetter gewesen wäre, wäre das optimale Werbung für den Mountainbike-Sport gewesen.“akü