Reifeprüfung in der Vorweihnachtszeit: Die Blicke in der Szene sind am Sonntag besonders auf das Duell des starken Aufsteigers und Liga-Fünften TSV Weilheim gegen Tabellenführer FC Heiningen gerichtet.
Der FCH hat nicht nur mit der Kaperung der Ligaspitze für Aufsehen gesorgt, sondern auch durch das 11:0 gegen den TSV Berkheim. Drei Treffer erzielte dabei der einstige Catania-Angreifer Carmelo Trumino, mit 14 Treffern hinter Teamkollege Bent Hofele in der Torjägerliste auf Platz zwei. Sagenhaft klingende 60 Treffer (in zwölf Partien) hat der FCH erzielt. Salvatore De Rosa lässt sich davon nur bedingt beeindrucken, vertraut seinem eigenen Team. „Bei uns greifen die Automatismen auf dem Platz, zudem sind wir in Sachen Punkteausbeute absolut im Soll“, lobt der TSVW-Trainer.
Kurios: Das 1:0 des TSVW gegen den FC Donzdorf am 2. November brachte just die Heininger nach vorne. Nun könnten die Weilheimer helfen, eben die Donzdorfer (beim Tabellenletzten SC Geislingen II) wieder in die Pole-Position zu bugsieren. „Gegen den FC Donzdorf haben wir bereits bewiesen, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft auch defensiv sehr effektiv arbeiten können“, betont De Rosa, der personell nahezu aus dem Vollen schöpfen kann.
Spannung vor dem Wiedersehen
Erinnerungen an glorreiche Zeiten dürften bei einigen hochkommen, wenn sich am Sonntag der VfL Kirchheim und der FC Frickenhausen duellieren. In der Saison 12/13 standen sich beide Klubs noch in der Verbandsliga gegenüber – in der Kirchheimer Abstiegssaison. „Die Jungs machen es aktuell auf dem Platz wirklich gut“, zeigt sich VfL-Coach Ferdi Er zufrieden. Er sei „extrem gespannt“, wie das Match verlaufe. Das ist auch Sascha Strähle. Im Gegensatz zum VfL (21 Punkte, zuletzt zwei Siege) sucht sein Team den Weg zurück in die Erfolgsspur. „Wir müssen punkten, brauchen auch endlich mal wieder Spielglück“, sagt der FCF-Trainer, dessen Mannschaft am 21. September (4:2 gegen den TSV RSK Esslingen) zuletzt gewann und in die Abstiegszone zu fallen droht.
Nach dem Trainerwechsel beim TSV Jesingen könnte Neu-Coach Christian Mirbauer seine Auftaktbilanz (vier Punkte aus zwei Partien) weiter aufpolieren. „Wie wir zuletzt aufgetreten sind, war stark“, schwärmt TSVJ-Abteilungsleiter Sven Andler vor dem Auftritt beim TSV RSK Esslingen. Erfreulich sei zudem, dass Simon Kottmann nach Rückschlägen wieder extrem fit sei. „Simon hilft uns mit seiner Schnelligkeit und Routine“, weiß Andler, der mit sechs Punkten aus den restlichen vier Partien bis zur Winterpause zufrieden wäre. Reimund Elbe

