Die Ötlinger Luftpistoleschützen sind im Duell der Kellerkinder zum Siegen verdammt
Gegen Dynamit Fürth muss der Knoten platzen

Die Bundesliga-Luftpistoleschützen des TSV Ötlingen wollen am Wochenende ihren derzeitigen fünften Tabellenplatz sichern. Nur bei einem Sieg gegen Tabellenschlusslicht SSG Dynamit Fürth ist das möglich.

Kirchheim. Auf der Schießanlage der Großaitinger Singoldschützen – sie sind im Landkreis Augsburg angesiedelt – wird eine der zwei eintägigen Bundesligaveranstaltungen dieser Saison ausgetragen. Dort treffen die Ötlinger Schützen am Samstag auf die SSG Dynamit Fürth, die ebenso wie die Rübholz-Pistoleros nach zwei Duellen 0:4 Punkte auf dem Konto haben. Im Duell der Sieglosen in der Bundesliga Süd wollen die Fürther dem Tabellenfünften ein Bein stellen, um die Rote Laterne abzugeben. Dazu gibt es ein zweites Kellerduell: Die sechstplatzierten Singoldschützen treffen auf den Tabellenvorletzten SGi Ludwigsburg. Alle in Großaitingen vertretenen Mannschaften warten noch auf den ersten Saisonsieg.

Es ist ein vorentscheidender Duelltag: Die beiden Verlierer werden sich auf den beiden Schlussplätzen wiederfinden und sind damit der Relegation und dem Abstieg näher als der Teilnahme an der Achter-Finalrunde.

Hoffnungen auf die Tabellenführung dürfen sich derweil die jeweils mit 4:0 Punkten ausstaffierten Mannschaften SV Kelheim-Gmünd, ESV Weil am Rhein, HSG München und SGI Waldenburg machen. In Weil am Rhein, wo sich die vier Liga-Größen treffen, werden sich zwei Mannschaften mit Siegen absetzen können. Im Ötlinger Wettkampf gegen Fürth wird der wieder verfügbare Italiener und TSVÖ-Spitzenschütze Mauro Badaracchi wegen seiner schwachen Vorjahresergebnisse an Position vier eingesetzt. Hier hat er eine gute Chance auf einen Punktgewinn gegen Sandra Hornung, seine voraussichtliche Gegnerin. Auch Markus Geipel, auf Position fünf startend, rechnet sich einen Punktgewinn gegen Gordon Krause aus. Wenn die Rechnung der Ötlinger Mannschaftsführung aufgeht, so muss den dritten Ötlinger Einzelpunkt einer der drei vorderen Schützen beisteuern. Wie sich Patrik Lengerer (1), Jörg Kobarg (2) und Achim Rieger (3) gegen die Fürther Damen Claudia Verdicchio-Krause, Heidi Diethelm-Gerber und Kathrin Pfundstein schlagen, ist offen.

Sowohl die erstplatzierten Lengerer als auch Verdicchio-Krause haben am ersten Wettkampfwochenende mit jeweils 381 und 383 Ringen geglänzt. Bleibt abzuwarten, wer von ihnen diese Leistung nochmals abrufen kann. Schwer wird es für Kobarg gegen die Schweizer Nationalmannschaftsschützin, Olympiateilnehmerin von London und vielfache Worldcup-Teilnehmerin Diethelm-Geber. „Wir müssen alles daran setzen, diese Begegnung zu gewinnen. Umgekehrt würde eine Niederlage uns in eine prekäre Situation bringen. Im Dezember und Januar warten noch so schwere Gegner wie München, Großaitingen, Ludwigsburg und Weil am Rhein auf uns“, so Joachim Poppek, dem Hauptverantwortlichen bei den Ötlinger Sportschützen.ww